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Berset will der Stadt Bern die Bundesmillion streichen

Der Bund will der Stadt Bern bis 2019 sämtliche Subventionen für kulturelle Leistungen streichen. Von Graffenried sieht das Verhältnis zwischen Bund und Bundesstadt strapaziert.

Auch das frisch sanierte Stadttheater profitiert vom Bundesgeld.

Auch das frisch sanierte Stadttheater profitiert vom Bundesgeld.

(Bild: Adrian Moser)

Marcello Odermatt@cellmob

Weniger Geld – etwa für die Dampfzentrale, das Historische Museum oder das Berner Stadttheater. Aber auch weniger Geld für zeitgenössische Theaterexperimente oder das Wissenschaftsfestival Mad Scientist. Dies sind nur einige von möglichen Konsequenzen, die der Entscheid des Bundesrats haben könnte. Denn nachdem letzte Woche bekannt geworden ist, dass der Bund dem Alpinen Museum Bern einen Grossteil der Subventionen streichen will, stehen weitere Bundesgelder für die Stadt auf dem Spiel. Das Bundesamt für Kultur (BAK) im Eidgenössischen Departement des Innern von Bundesrat Alain Berset (SP) plant, der Bundesstadt den Beitrag für die Hauptstadtkultur zu streichen – es geht um rund eine Million Franken. Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) bestätigt auf Anfrage entsprechende «Bund»-Recherchen: «Das BAK hat der Stadt Bern mitgeteilt, dass der Bundesrat beschlossen habe, die Finanzhilfe an die Stadt Bern für das Jahr 2018 um 300 000 Franken zu kürzen und ab 2019 ganz zu streichen.» Damit verlöre die Stadt die einzige Subvention, die Bern aufgrund seiner Bedeutung als Bundesstadt für die Eidgenossenschaft bisher erhalten hat.

Der Bund

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