Berner Stadtregierung bleibt dabei: keine Autos auf der Velobrücke

Auf der geplanten Brücke vom Breitenrain- ins Länggassquartier werden keine Autos fahren können.

Beim Portal des Neufeldtunnels befände sich der westliche Brückenkopf der Velobrücke.

Beim Portal des Neufeldtunnels befände sich der westliche Brückenkopf der Velobrücke.

(Bild: Adrian Moser (Archiv))

In seiner Antwort auf eine interfraktionelle Motion von FDP, CVP und BDP bekräftigt der Gemeinderat die Absicht, die Aufwärtskompatibilität der Brücke für eine allfällige Nutzung durch einen Shuttle-Bus, die Linienführung und die Dimensionierung der Brücke vertieft zu prüfen. Auch die Frage, wie viel Fläche dem Fuss- und dem Veloverkehr zustehen soll, werde angeschaut, wie der Gemeinderat am Montag mitteilte. Der Verein Vortritt Fussgänger gab Anfang Monat bekannt, ein Referendum zu lancieren, falls das Projekt nicht überarbeitet werde. Die heutige Version beziehe die Fussgängerinnen und Fussgänger zu wenig ein.

Die Motionäre hatten vorgebracht, dass mit der Überbauung des Viererfelds ein neues Quartier entsteht. Daher müsse für die Planung eine feste Brücke mit einer ähnlichen Verkehrsfläche wie die bestehenden Brücken in Betracht gezogen werden. Welchem Zweck die Verkehrsfläche zugeführt wird, soll nach Ansicht der Motionäre in einem partizipativen Verfahren erarbeitet werden. Die Brücke soll aber in jedem Fall flexibel genug konzipiert werden, um künftige Verkehrsbedürfnisse abdecken zu können.

Eine Brücke nur für einzelne Verkehrsteilnehmer, in diesem Fall Fussgänger und Velofahrende, sei wenig sinnvoll. Es müsse vielmehr darum gehen, parallel zum Bevölkerungswachstum auch die nötigen Infrastrukturen bereitzustellen. Bereits im vergangenen Februar hatte die Berner Stadtregierung klar gemacht, dass sie keine vollwertige Brücke mit motorisiertem Verkehr will. Geprüft werde jedoch die Möglichkeit eines Shuttlebus-Betriebs.

Das überparteiliche Komitee Pro Panoramabrücke setzte sich am Montag in einer Mitteilung für eine Brücke, ausschliesslich für Fussgänger und Velofahrende ein. Dafür sei der Bedarf ausgewiesen, für alles andere nicht. Eine Brücke für den öffentlichen Verkehr müsste zwangsweise viel massiver gebaut werden und würde das Landschaftsbild des Aareraums und Anwohner stärker beeinträchtigen. Ausserdem würde ein solches Bauwerk einiges mehr kosten.

mon/sda

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