Berner Stadtrat will weniger Verkehr bei der Schützenmatte

Bei der Neugestaltung der Schützenmatte sollen auch Lösungen geprüft werden, die den Verkehr reduzieren und mehr Spielraum bei der Planung ermöglichen.

Der Berner Stadtrat will weniger Verkehr bei der Schützenmatte.

Der Berner Stadtrat will weniger Verkehr bei der Schützenmatte.

(Bild: Franziska Scheidegger)

Der Berner Stadtrat hat am Donnerstag zwei grüne Vorstösse überwiesen. Der eine Vorstoss der Fraktion GB/JA verlangt die Schliessung der Schützenmattstrasse für den Verkehr. Das Anliegen wurde mit 49 Ja- zu 22 Nein-Stimmen in der abgeschwächten Form als Postulat überwiesen. Die Befürworter versprechen sich von der Massnahme eine Aufwertung der Schützenmatte.

Für die Neugestaltung dieses heute unwirtlichen Areals zwischen Bahnviadukt, Reitschule und Drogenanlaufstelle hat die Stadt kürzlich eine Planung gestartet. Mit der Schliessung der Schützenmattstrasse vergrössere sich der Planungsperimeter, sagten die Vorstossbefürworter. Das ermögliche attraktivere Lösungen.

Gegen die Strassenschliessung sprachen sich die bürgerlichen Fraktionen aus. Die Schützenmattstrasse gehöre zu den städtischen Hauptverkehrsachsen. Sie zu schliessen, sei «grünextremistisch», wie der SVP-Sprecher befand.

Gemeinderat kann «nichts versprechen»

Der zweite Vorstoss der Fraktion GB/JA verlangt Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und die Aufhebung von Parkplätzen in der Hodlerstrasse, die die Innenstadt mit dem Raum Schützenmatte/Bollwerk verbindet. Die Forderung nach Aufhebung der Parkplätze wurde in verbindlicher Form als Motion mit 46 Ja- zu 25 Nein-Stimmen überwiesen. Die restlichen Anliegen passierten mit 46 zu 25 Stimmen als Postulat.

Auch hier wehrten sich die Fraktionen von SVP und FDP vergeblich. Es gehe nicht an, einzelne Elemente aus dem laufenden Planungsprozess herauszubrechen, gab der FDP-Sprecher zu bedenken.

Auch Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) warnte vor «aufkommender Euphorie». Die Verkehrslenkung in der Stadt müsse grossflächig angeschaut werden. Der Gemeinderat sei bereit, die Anliegen in die Schützenmatte-Planung einfliessen zu lassen. «Aber versprechen können wir nichts», so Wyss.

mer/sda

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