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Berner Reformierte setzen sich selber unter Druck

Die reformierten Kirch­gemeinden der Stadt Bern erhalten massiv weniger Geld für ihre Liegenschaften. Nun sollen sie entscheiden, worauf sie noch bauen wollen.

Spezialfall Münster: Die bedeutendste Kirche der Stadt Bern gehört zur kleinsten Kirchgemeinde.
Spezialfall Münster: Die bedeutendste Kirche der Stadt Bern gehört zur kleinsten Kirchgemeinde.
Adrian Moser

Nicht bei Menschen und sozialen Angeboten, sondern bei Gebäuden soll gespart werden: Dies ist seit einem Jahr die Maxime der Reformierten der Stadt Bern. Am Mittwochabend hat das 43-köpfige Parlament der Gesamtkirchgemeinde hierzu einen wegweisenden Entscheid gefällt. Es hat die Liegenschaftsstrategie einstimmig angenommen. Diese hat es in sich: Die Kosten für die Kirchen und Kirchgemeindehäuser, die pro Jahr knapp 11 Millionen Franken betragen, sollen ab 2016 halbiert werden. Das heisst: Ein Teil der Liegenschaften wird aufgegeben werden müssen. Welche es sind, soll – der reformatorischen Tradition gehorchend – von unten nach oben bestimmt werden. «Anders würde es nicht funktionieren», sagte Johannes Gieschen vom Kleinen Kirchenrat (Exekutive), der das Geschäft vorstellte. Das Prinzip, das nun zur Anwendung kommt, sei denkbar einfach, sagte er: Die 5,5 Millionen Franken, welche die Gesamtkirchgemeinde noch zur Verfügung stellt, werden aufgrund der Mitgliederzahlen der zwölf Kirchgemeinden verteilt. Diese müssen selber schauen, wie viele Gebäude sie sich noch leisten können.

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