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Berner Physiker bauen Kamerateleskop für Mars-Mission

Physiker der Universität Bern sind an der nächsten Mars-Mission der Raumfahrtagenturen Nasa und ESA beteiligt.

Die berner werden das Teleskop für eine Kamera bauen, die Stereobilder von der Marsoberfläche liefern soll. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Europäische Raumfahrtagentur ESA haben fünf wissenschaftliche Instrumente bestimmt, die auf ihrer ersten gemeinsamen Marsmission mitfliegen sollen. An einem davon, dem wichtigsten Kamerasystem an Bord, ist das Physikalische Institut der Universität Bern massgeblich beteiligt.

Die Spezialkamera heisst High Resolution Stereo Color Imager (HiSCI), wie die Universität Bern am Dienstag mitteilte. Koordiniert wird der Bau des Geräts von der Universität von Arizona in Tucson (USA). Ein Team um den Berner Professor Nicolas Thomas wird das Teleskop für den HiSCI konstruieren.

Leben auf dem Mars?

Der HiSCI soll Stereobilder mit einer Auflösung von fünf bis sechs Metern liefern - von praktisch der gesamten Marsoberfläche. Dies hilft laut Thomas einerseits, Landestellen für zukünftige Mars- Erkundungen auszumachen. Andererseits könnte die Kamera Stellen auf dem Mars finden, aus denen Methan austritt.

Solche Gasquellen könnten - falls es sie tatsächlich gibt - das brisanteste Rätsel des Roten Planeten beantworten. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass das in der Atmosphäre des Mars gefundene Methan biologischen Ursprungs ist. Vielleicht gelinge es, die Frage nach Leben auf dem Mars endlich zu beantworten, hofft Thomas.

Die Raumsonde mit dem Berner Instrument an Bord soll im Jahr 2016 starten und vor allem die chemische Zusammensetzung der Marsatmosphäre untersuchen. Es wird die erste in einer ganzen Reihe geplanter Missionen zum Mars. Die letzte davon soll sogar Proben von der Marsoberfläche zur Erde zurückbringen.

SDA/vh

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