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Berner Parlament genehmigt
 30 Millionen für Kultur

Der Versuch der Bürgerlichen im Stadtrat, die Subventionen zu kürzen, blieb erfolglos.

Drei der Leistungsverträge kommen vors Volk: die erneuerten Vierjahresverträge mit Konzert Theater Bern, dem Historischen Museum und den Kornhausbibliotheken (Bild).
Drei der Leistungsverträge kommen vors Volk: die erneuerten Vierjahresverträge mit Konzert Theater Bern, dem Historischen Museum und den Kornhausbibliotheken (Bild).
Manu Friederich (Archiv)

Die Stadt Bern soll auch in den nächsten vier Jahren mehrere Kulturinstitutionen finanziell unterstützen. Das Stadtparlament hat gestern Ja gesagt zu Krediten für vorerst 16 Institutionen. 3 dieser Leistungsverträge kommen vors Volk. Dabei handelt es sich um die erneuerten Vierjahresverträge mit Konzert Theater Bern, dem Historischen Museum und den Kornhausbibliotheken. Die drei Institutionen sollen 2016 bis 2019 von der Stadt jährlich insgesamt 22,9 Millionen Franken erhalten. Nach dem Stadtrats-Ja sind am 14. Juni die Stadtberner Stimmberechtigten am Zug.

Auch die anderen Kredite, die zum Teil dem fakultativen Referendum unterliegen, fanden im Rat Zustimmung. Sie betreffen – unter anderen – das Kornhausforum, Camerata Bern, das Theater an der Effingerstrasse und das neue Cinéville im Kino Rex. Zusätzlich sprach der Rat einen Beitrag an Kooperationsprojekte zwischen der Dampfzentrale und dem Schlachthaus-Theater.

Noch ohne Reitschule

Insgesamt will die Stadt in der neuen ­Periode 21 Kulturinstitutionen subventionieren und dafür jährlich 30,3 Millionen Franken ausgeben. In dieser Summe sind auch Leistungsverträge mit der Reitschule und der Trägerschaft der Grossen Halle enthalten, doch darüber wird das Parlament später befinden. Derzeit laufen Abklärungen rund um die Besuchersicherheit im alternativen Jugend- und Kulturzentrum. Über 3 weitere Kredite konnte die Stadtregierung in eigener Kompetenz befinden.

An 9 Kulturhäuser auf Stadtboden zahlen auch der Kanton Bern und die Regionsgemeinden einen Beitrag, 12 finanziert die Stadt allein. Im Gegenzug zahlt die Stadt Bern an Institutionen der Region, darunter die Mühle Hunziken in Rubigen. So will es das neue Kulturförderungsgesetz, das 2014 in Kraft trat und die Karten im Subventionswesen neu mischte. Für das Berner Kunstmuseum und das Zentrum Paul Klee wiederum kommt seit Anfang 2014 der Kanton auf. Unter dem Strich wird die Stadt mit dem neuen Regime bei den Kulturgeldern entlastet. Ein Teil dieser Entlastung fliesst in die städtische Kultur zurück: 10 Institutionen erhalten höhere Subventionen. Anträge der BDP/CVP-Fraktion, auf diese Aufstockungen aus Spargründen zu verzichten, lehnte der Stadtrat ab. Er nahm im Gegenteil noch eine weitere, leichte Erhöhung bei der Konzertorganisatorin Bee-Flat vor.

Die rot-grüne Stadtratsmehrheit lobte das frisch geschnürte Kulturpaket, weil es die Gelder angemessen auf grössere Institutionen und kleinere Veranstaltungsorte verteile. Bürgerliche Fraktionen kritisierten, die rot-grüne Mehrheit schütte die Kulturgelder nach dem Giesskannenprinzip aus.

SDA

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