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Berner Denkmalpflege hat «Zeichen der Zeit verstanden»

Die Denkmalpflege der Stadt Bern blickt nach eigenen Angaben auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Einer der Höhepunkte war der Erhalt des Schweizer Denkmalpreises für die Tramwartehalle am Breitenrainplatz.

Für die Sanierung des historischen Tramwartehäuschens am Breitenrainplatz erhielt die städtische Denkmalpflege im November 2014 den Schweizerischen Denkmalpreis.
Für die Sanierung des historischen Tramwartehäuschens am Breitenrainplatz erhielt die städtische Denkmalpflege im November 2014 den Schweizerischen Denkmalpreis.
Adrian Moser
Ein weiteres nennenswertes Projekt war laut der Jahresmedienkonferenz zudem das restaurierte Gebäude an der Kapellenstrasse 5. Dabei wurde die Strassenfassade mit rekonstruierten Dekorationen und Steinquaderimitation neu verputzt und mit einer bauzeitlichen Farbgebung versehen.
Ein weiteres nennenswertes Projekt war laut der Jahresmedienkonferenz zudem das restaurierte Gebäude an der Kapellenstrasse 5. Dabei wurde die Strassenfassade mit rekonstruierten Dekorationen und Steinquaderimitation neu verputzt und mit einer bauzeitlichen Farbgebung versehen.
zvg/Stefan Lobsinger
Im ehemaligen Hörsaal der 1914 erbauten städtischen Schlachthofanlage an der Stauffacherstrasse 80 entstand eine neue Wohnung.
Im ehemaligen Hörsaal der 1914 erbauten städtischen Schlachthofanlage an der Stauffacherstrasse 80 entstand eine neue Wohnung.
zvg/Jeroen Seyffer
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Aktuell überarbeitet die Denkmalpflege gerade das Bauinventar. In ihm sind all jene Bauten verzeichnet, die bei Umbau- oder Sanierungsvorhaben von der Denkmalpflege begleitet werden müssen. Das Inventar bildet damit die eigentliche Grundlage denkmalpflegerischer Tätigkeit.

Bereits 2012 beschloss die Denkmalpflege der Stadt Bern, die Anzahl Objekte im Bauinventar zu reduzieren. Zusätzliche Aktualität erhält das Vorhaben durch einen Entscheid des Berner Kantonsparlaments im vergangenen Januar, der in die gleiche Richtung geht.

Der Grosse Rat beschloss nämlich, das Bauinventar des Kantons Bern sei zu verkleinern. In den vergangenen Jahren hätten die Schutzinteressenzu überbordet und private Eigentümer von Häusern zu stark eingeschränkt, wurde argumentiert.

«Mit der Verkleinerung des Bauinventars sind zwangsläufig auch Verluste verbunden», sagte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Montag vor den Medien in Bern laut Redetext.

Für den Stadtberner Denkmalpfleger Jean-Daniel Gross ist es darum entscheidend, dass das Inventar nach rein fachlichen Kriterien überarbeitet wird. «Wir haben die Zeichen der Zeit verstanden und wollen eine strengere Auswahl treffen», betonte er.

Im vergangenen Jahr begutachteten die Mitarbeitenden der Stadtberner Denkmalpflege 350 Baugesuche und führten 1426 Begehungen durch, auf denen sie Bauherrschaften oder Planer im Umgang mit Baudenkmälern beraten haben. Manche Projekte begleitet die Denkmalpflege über Jahre, so etwa den noch laufenden Umbau des Bundeshauses Ost.

Wie schon in den Jahren zuvor gab es auch 2014 keinen Rekurs gegen denkmalpflegerische Auflagen.

SDA/agr

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