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Bern fehlt das «Herzstück der Stadtplanung»

Ob Berlin, Zürich oder Köniz: Diese Städte verfügen seit Jahren über ein Modell in 3-D. Bern plant derweil ohne ganzheitlichen Überblick, obschon Experten das Modell als «unverzichtbares Instrument» einstufen.

Feuer und Flamme für ein richtiges Stadtmodell: Jakob Messerli, Direktor des Historischen Museums Bern, vor einzelnen Berner Architekturmodellen.
Feuer und Flamme für ein richtiges Stadtmodell: Jakob Messerli, Direktor des Historischen Museums Bern, vor einzelnen Berner Architekturmodellen.
Adrian Moser

Welche Auswirkung hat ein Hochhaus auf das bestehende Stadtbild? Passt die geplante Überbauung auch wirklich zum Charakter eines Quartier? Bis anhin müssen Planer und Architekten solche Fragen in Bern mittels kleiner, isolierter Modelle beantworten – der Blick aufs Ganze fehlt.

Ganz anders in Aarau, Winterthur oder eben Zürich: Dort bilden 50'000 Gebäude die Limmatstadt im Massstab 1:1000 ab – Swiss Miniature für Profis sozusagen. Und zwar schon seit den 1960er-Jahren. Wächst in Zürich-West ein neues Hochhaus in die Höhe, kriegt auch das Stadtmodell ein Pendant in 3-D. «Das ist für uns das Herzstück der Stadtplanung, ein unverzichtbares Instrument», sagt der Direktor des Amts für Städtebau Zürich, Patrick Gmür. Die DNA einer Stadt sei auf dem 20x20 Meter grossen Modell so auf einen Blick ­ersichtlich. Auch die Berner Nachbar­gemeinde Köniz verfügt über ein Städtemodell. «Bei Bauprojekten ist dies extrem hilfreich. Wir sind begeistert», so Planungsdirektorin Katrin Sedlmayer.

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