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Belp plant Grillplatz in Naturschutzgebiet

Die Gemeinde Belp beansprucht sieben Ausnahmeregelungen, um in einem Naturschutzgebiet an der Aare eine Grillstelle einzurichten.

Die Gemeinde Belp will die Schwellihütte in der Auenlandschaft von Aare und Giesse zu einem Brätliplatz mit drei massiven Holztischen und zwei Grillstellen ausbauen. Das Problem: Die Hütte befindet sich in einem mehrfach geschützten Gebiet. Insgesamt beansprucht die Gemeinde für das Vorhaben sieben Ausnahmen, wie aus dem kürzlich publizierten Baugesuch hervorgeht. Unter anderem ist es die Ausnahme zum Bauen im Gebiet einer Moorlandschaft, in einem Auengebiet und in Wald- und Wassernähe.

Dennoch seien die Voraussetzungen für das Projekt erfüllt, sagt Jürg Aebersold von der Belper Bauabteilung. Denn im Uferschutzplan aus dem Jahr 2000 sei die Schwellihütte explizit als Brätliplatz vorgesehen. Konkret sei geplant, zwei Wände der Hütte zu entfernen und so eine Art geschützten Unterstand für die drei Tische zu schaffen, erklärt Aebersold. Brennholz soll der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Damit könnten Schäden verhindert werden, die durch die Holzsuche der Leute entstehen. Im Internet soll ein Reservationssystem für den Brätliplatz eingerichtet werden, um die Nutzung des Platzes zu koordinieren. Reinigung und Unterhalt der Einrichtung würden der Gemeinde obliegen. Die Kosten für den Umbau der Hütte, die sich seit der Auflösung der Schwellengenossenschaft in Gemeindebesitz befindet, betragen laut Aebersold 35 000 Franken. Die Feuerstellen sollen vandalensicher mit einem Betonsockel im Boden verankert werden.

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