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«Baustelle»: Die Lösung heisst – Tramlinie 20!

Wie fördern wir Ostermundigen, ohne die Berner Innenstadt in den ÖV-Infarkt zu treiben? Ein Beitrag in der Serie «Baustelle» von Jürg Schweizer.

Im Gegensatz zu TRB gibt es keine engen Kurven im Nordring: Die Breite erlaubt viel Eigentrassee.
Im Gegensatz zu TRB gibt es keine engen Kurven im Nordring: Die Breite erlaubt viel Eigentrassee.
Valérie Chételat

Bevor wir die teuerste Baustelle eröffnen, die der Kanton Bern je finanziert hat, das Tram Region Bern (TRB), lohnt es sich, kurz innezuhalten. Verkehrsbauten und der ÖV sind eine Chance, die Stadtentwicklung zu fördern, sofern man Perspektiven für die nächsten Jahrzehnte ins Auge fasst.

Bern scheint in dieser Hinsicht besonders Mühe zu haben, plante man in 1850er-Jahren den Bahnhof doch dort, wo seit Jahrhunderten der Stadteingang war (im Gegensatz zu Zürich oder Basel) und lehnte später seine Verlegung gegen Westen ab. Das hat dazu geführt, dass wir heute dort zum Zug aussteigen, wo einst das Fuhrwerk das Stadttor passierte und die erste Dampflokomotive hielt. Biel dagegen hat den Bahnhof zweimal verlegt und sich damit grosse städtebauliche Impulse verliehen. In Bern haben Gewohnheiten in der Verkehrsplanung auch heute noch die Oberhand – wie die Idee zeigt, den Bus nach Ostermundigen durch ein Tram, das TRB, zu ersetzen, das auf der genau gleichen Linie via Altstadt, Zytglogge, Viktoria- und Ostermundigenstrasse fährt.

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