Bald kann man im Breitsch ins «Bett»

Im März wird eine neue Pop-up-Bar im Breitenrainquartier eröffnet. Während der dreimonatigen Zwischennutzung gibts Kultur, Bier und Wein.

Hier an der Militärstrasse 53 soll die neue Bar eröffnet werden.

Hier an der Militärstrasse 53 soll die neue Bar eröffnet werden. Bild: Printscreen Google Maps

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Ein 50 Quadratmeter grosses Bett wird im März im Breitenrain eröffnet. Was etwas komisch oder sehr gemütlich klingt, ist in Wahrheit eine Zwischennutzung und hat mit Kopfkissen und Daunendecke herzlich wenig zu tun. Die Pop-up-Bar mit dem Namen Bett wird am 9. März in der Militärstrasse eröffnet und geht auf eine uralte Idee von Jacqueline Schnyder zurück. Die Berner Kulturschaffende ist Teil des Kollektivs Rast. In der Vergangenheit hat sie so schon an verschiedenen Zwischennutzungen mitgewirkt. Nun realisiert sie ihr eigenes «Herzensprojekt», wie sie es nennt, zusammen mit ihrem Partner. «Ich stelle es mir witzig vor, wenn man sich im Bett trifft fürs Feierabendbier.»

Der kleine Raum, wo bis vor kurzem Lederwaren verkauft wurden, wird während dreier Monate zur Bar. Bis Juni haben die Betreibenden eine Einzellizenz vom Regierungsstatthalteramt erhalten. «Wir wollen nicht mit anderen Angeboten oder Bars im Quartier konkurrieren, sondern eine Alternative bieten», sagt Schnyder.

Das Konzept ist einfach: «Wir setzen auf Währschaftes: gutes Bier, guten Wein und ein Lokal, das zum gemütlichen Apérölen einlädt», sagt Schnyder. Dazu läuft Hintergrundmusik oder mal akustische Livemusik. Auch andere kulturelle Veranstaltungen sollen im Bett Platz haben: «Wir wollen ebenfalls Lesungen durchführen.»

Zusammenarbeit mit Quartier geplant

Betreiben werden Schnyder und ihr Freund die Bar nur zu zweit. Und weil sie beide berufstätig sind, wird die Bar jeweils von Donnerstag bis Montag auf den Feierabend hin geöffnet.

Nebst dem Barbetrieb ist Schnyder auch offen für andere Nutzungen. Geplant sei etwa, mit dem Quartierverein zusammenzuarbeiten, sodass die Räumlichkeiten ausserhalb der Öffnungszeiten auch als Proberaum für kleinere Theatergruppen oder für Workshops genutzt werden könnten.

Selbst gebauter Bartresen

«Am Mittwoch erhielten wir grünes Licht vom Regierungsstatthalteramt.» Bis sie in einem Monat eröffnen können, «gibt es noch ordentlich Büez», sagt Schnyder. «Der Raum steht derzeit noch komplett leer.» Ausserdem sind mit der Betriebsbewilligung auch noch verschiedene Auflagen verbunden, die bis zur Eröffnung erfüllt werden müssen.

Für den Betrieb fehlt dann auch noch sämtliche Einrichtung: Tische, Stühle, Kühlschränke, Beleuchtung, Musikanlagen, Tresen, Zapfhahnen – alles muss in den kommenden Wochen organisiert, angeschleppt und installiert werden. Die Bewilligung diese Woche gab den Startschuss zum grossen Endspurt.

«Den Grossteil der Infrastruktur werden wir ausleihen oder mieten für drei Monate.» Nicht so aber den Bartresen: «Den Tresen werden wir vermutlich in einer Werkstatt selbst zusammenbauen», sagt Schnyder. Damit das Bett am 9. März auch sicher eröffnet werden kann, haben sich Schnyder und ihr Freund Anfang März extra eine Woche Ferien genommen. (Der Bund)

Erstellt: 08.02.2019, 12:27 Uhr

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