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Auszeichnung für Cappella-Betreiber

Christoph Hoigné hat die einstige Kapelle in ein Kleinkunstzentrum verwandelt – gegen etliche Widerstände.

Hoigné, Betreiber des La Capella,  mit Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL).
Hoigné, Betreiber des La Capella, mit Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL).
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Der heute 51-jährige Chanson- und Kabarettfan kaufte vor 20 Jahren die ehemalige methodistische Kappelle im Breitenrainquartier und funktionierte sie zu einem Veranstaltungsort mit 180 Plätzen um.ende
Der heute 51-jährige Chanson- und Kabarettfan kaufte vor 20 Jahren die ehemalige methodistische Kappelle im Breitenrainquartier und funktionierte sie zu einem Veranstaltungsort mit 180 Plätzen um.ende
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Iris Flückiger, CEO des Schweizerhofs, spricht an der Verleihung.
Iris Flückiger, CEO des Schweizerhofs, spricht an der Verleihung.
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Früher war es eine Methodistenkapelle, dann nutzte sie der heute 51-jährige Christoph Hoigné um. Seither heisst sie La Cappella und bietet ein reichhaltiges Programm mit Kabarett, Musik und Kleinkunst aller Art. Leicht habe es Hoigné nicht gehabt, sagte Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) am Montag in der Laudatio an der 33. Bäredräck-Preisverleihung des Bärentrusts. Es gab Lärmklagen, zeitweise schwebte über dem Betrieb das Damoklesschwert eines «Benützungsverbots». Teure Prozesse durch die Instanzen und noch teurere Schallschutzumbauten waren nötig. Zum Glück habe ein «vernünftiger Statthalter» gewirkt, wie von Graffenried spontan einflocht. Einige Zuhörer am Bäredräck-Frühstück im Hotel Schweizerhof erinnerten sich vage daran, dass von Graffenried damals Statthalter war.

Nicht nur mit Dezibel-Grenzwerten war Hoigné konfrontiert, auch bei geistigen «Grenzwerten» wagte er sich auf dünnes Eis. So trat der Komiker – und angefeindete Islamkritiker – Andreas Thiel unlängst in der Cappella auf, als andere Veranstalter schon längst kalte Füsse bekommen hatten.

Etwa 25 000 Besucher jährlich frequentieren den inzwischen etablierten Ort, und dies bei einem «meist hochstehenden Programm», wie von Graffenried anfügte. «Vielleicht ist nicht allen Lokalpolitikern bewusst, was für ein Juwel im Breitenrainquartier steht.» Hoigné war Mitorganisator des einstigen Altstadt-Festivals, er arbeitete auch für «Bund» und «Berner Zeitung». Mehr noch: Der Mann mit grosser Affinität zur Druckerschwärze vertrug in aller Frühe die «BZ». Als dies der damalige «Bund»-Verleger vernahm, wies er den Mitarbeiter an, den Verteiljob für das Konkurrenzblatt zeitnah aufzugeben.

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