Aus Hanfapotheke wird Hanftheke

Der vor kurzem eröffnete Berner Hanfladen darf sich nicht Apotheke nennen. Auf Anordnung des Kantonsapothekeramts mussten die Betreiber den Namen ändern.

Die zwei Geschäftsführer Ylmaz Simsir und Volkan Kaymaz mussten nach Intervention des Kantonalen Apothekeramts den Namen ihrer Firma anpassen.

Die zwei Geschäftsführer Ylmaz Simsir und Volkan Kaymaz mussten nach Intervention des Kantonalen Apothekeramts den Namen ihrer Firma anpassen. Bild: Franziska Rothenbühler

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Im September öffnete die Hanfapotheke in der Berner Kramgasse ihre Tore. Bereits damals hat der «Bund» darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung «Apotheke» im Firmenname problematisch sein kann, weil dieser Begriff nur mit einer Bewilligung des Kantonsapothekeramts verwendet werden darf. Die Hanfapotheke hatte jedoch beim Kantonsapothekeramt keine Bewilligung beantragt.

Seit gut drei Wochen heisst der Cannabis-Laden nun nicht mehr Hanfapotheke sondern Hanftheke. Denn kurz nach der Eröffnung im September hätten Vertreter des Kantonsapothekeramts mit einem Lebensmittelkontrolleur dem Laden an der Kramgasse einen Besuch abgestattet, sagt Yilmaz Simsir, Co-Geschäftsführer der Hanftheke. Der Amtsvertreter ist zum Schluss gekommen, dass das Unternehmen die Bedingungen nicht erfüllt, um sich Apotheke nennen zu dürfen. In einem Brief wurde den Geschäftsführern danach eine 10-Tages-Frist gesetzt, um den Firmennamen zu ändern. «Mit dem Namen Hanftheke waren beide Parteien einverstanden», sagt Simsir. Weitere Konsequenzen hat die unrechtmässige Namensbezeichnung gemäss Simsir keine gehabt. Das Berner Kantonsapothekeramt konnte am Samstag nicht erreicht werden.

Auch in Basel intervenierte die Kantonsapothekerin

Simsir hat mit seinem Co-Geschäftsführer Volkan Kaymaz diesen Herbst auch in Basel einen Hanf-Laden eröffnet. Auch dort mussten die beiden aufgrund der Intervention der Kantonsapothekerin Basel-Stadt den Firmennamen anpassen, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» am Freitag mitteilte. Allerdings lasse die baselstädtische Kantonsapothekerin aufgrund des Amtsgeheimnisses offen, ob das Vergehen weiterführende Konsequenzen hat, wie es im Artikel heisst.

Das Ziel von Simsir und Kaymaz ist es nun, sich bald rechtmässig Hanfapotheke nennen zu können. Um die Zulassungsbedingungen des Kantonsapothekeramts erfüllen zu können, müssten für beide Filialen Apotheker gefunden werden, die den Betrieb leiten würden, sagt Simsir.

Zu kaufen gibt es in der Hanftheke eine Palette an Hanf-Produkten. Sie basieren auf einer Hanfsorte, die einen sehr geringen und daher legalen THC-Gehalt aufweist, stattdessen aber eine erhöhte Konzentration des erlaubten, beruhigenden Wirkstoffs CBD enthält. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.12.2016, 17:50 Uhr

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