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Aus dem kühlen Keller ins Ka-We-De

Über 200'000 Bücher lagern im Stadtberner Bücherbergwerk tief im Keller. Einige dürfen jetzt an die Sonne: 
Das Arbeits- und Integrationsprojekt hat eine saisonale Aussenstation im Freibad Ka-We-De eröffnet.

Sie leiten das Bücherbergwerk im Keller: Sara Astrid Frey (l.) und Roberta Winterberg.
Sie leiten das Bücherbergwerk im Keller: Sara Astrid Frey (l.) und Roberta Winterberg.
Valérie Chételat

Wenn die Sommersonne scheint, zieht es einen nicht wirklich hinab in den Keller. Ausser Bücherfreunde. Sie wissen, dass sich im Bücherbergwerk im Monbijouquartier seit Jahren trefflich stöbern lässt. Angenehm kühl ist es auch. Seit über drei Jahren gibt es das Arbeits- und Integrationsprojekt des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (SAH), mit dem Erwerbslose eine Zwischenbeschäftigung finden und für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Ab sofort profitieren auch jene vom Bücherbergwerk, die sich lieber in der Badi bräunen lassen. Oft merkt man erst auf dem Badetuch, dass man keine Lektüre dabei hat, um sich zu zerstreuen. Für diese Ad-hoc-Leseratten hat das Bürgerbergwerk einen Badi-Bücherkiosk im Freibad Ka-We-De eröffnet, ein Kioskhäuschen, in dem früher Glace verkauft wurde. Ab sofort gibt es Kühlung für den Geist, es ist sogar zeitweise jemand da, um zur richtigen Lektüre zu raten. Man kann Bücher ausleihen oder sie für drei Franken das Stück kaufen. Nur bei zweifelhafter Witterung ist Selbstbedienung angesagt.

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