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Aufmerksamkeit um jeden Preis

Erich Hess verdankt seine Wahl in den Nationalrat auch einer radikalen Strategie: Mit bewussten Grenzüberschreitungen zeigt er, wofür er steht.

Entspannt am Tag nach dem Triumph: Nationalrat Erich Hess in der Berner Münstergasse.
Entspannt am Tag nach dem Triumph: Nationalrat Erich Hess in der Berner Münstergasse.
Adrian Moser

Wenn Erich Hess lacht, könnte man den Eindruck bekommen, er könne keiner Fliege etwas zuleide tun. Die Wangengrübchen, die wachen Augen, die Igelfrisur: Der Mann, der da sitzt, ist ein Lausbube.

Ein Lausbube, der immer grinst, entweder über das, was er tut, über die Wirkung dessen, was er getan hat, oder über den Tadel, den er sich eingehandelt hat. Ein Lausbube, der nie überrascht ist von den Reaktionen auf seine Streiche, einer, der weiss, was er auslösen will – auch dann, wenn er Einwanderer mit Ameisen vergleicht oder eingebürgerte Parlamentarier ihres Akzents wegen beleidigt.

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