«Aufgetischt»: Stilecht billiges Metallgeschirr

Aufgetischt

Aus einer Quartierbeiz in der Lorraine wurde das indische Restaurant Okra.

Okra: Nach diesem fünfeckigen Gemüse ist das Restaurant an der Lorrainestrasse benannt.

Okra: Nach diesem fünfeckigen Gemüse ist das Restaurant an der Lorrainestrasse benannt.

(Bild: zvg)

Adrian Sulc@adriansulc

Wer hätte das gedacht? Die grob gewobenen Tischdecken im 70er-Jahre-Orange machen sich auch im Nachfolgerlokal der Quartierbeiz Handwerkerstübli gut. Seit Anfang Jahr ist in den Räumlichkeiten an der Lorrainestrasse das indische Restaurant Okra in Betrieb (benannt nach dem fünfeckigen Gemüse Okra). Und zu besagten Tischdecken gesellen sich die frisch in Apricot gestrichenen Wände.

Doch an diesem sonnigen Mittag nehmen die Gäste draussen Platz, unter den vier knorrigen Bäumen, welche die Lorraine wohl noch als Arbeiterquartier erlebt haben. Der freundliche Wirt führt unter der Woche jeweils drei günstige Menüs im Angebot. Als Vorspeise bietet sich der gemischte Salat an (Fr. 6.50). Die durchaus schweizerischen Zutaten erhalten mit dem schmackhaften Mango-Dressing einen indischen Dreh. Typisch indisch ist hingegen die Zitronenlimonade Pani Nimbu. Diese ist mit etwas Salz versetzt, was zwar etwas abschreckend tönt, jedoch einen guten Ausgleich zur Säure schafft.

Die Menüs werden zur Freude ehemaliger Indien-Reisender stilecht in billigem Metallgeschirr mit vier Einbuchtungen serviert - ähnlich einem Fondue-Chinoise-Teller. Im grössten Abteil thront auf einer grosszügigen Portion Basmati-Reis das Crevetten-Curry Goa Style (Fr. 14.80). Das pikante, aber nicht unerträglich scharfe Curry wird in den kleineren Teller-Abteilen flankiert von Naturejoghurt, dem Standard-Linsengericht Daal sowie etwas Auberginen-Kartoffel-Curry. Diese wunderbar geschmacksintensive Kreation namens Aloo Began ist zugleich der Hauptbestandteil des vegetarischen Mittagsmenüs (Fr. 13.80). Als Menü drei fungiert das ebenso authentische, wenn auch etwas saucenarme Chili-Chicken (Fr. 15.80). Liebhabern des Süssen seien zur Abrundung die warmen und in Sirup eingelegten Gulab-Jamun-Kugeln empfohlen (Portion Fr. 6.50).

Der Bund

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