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«Aufgetischt»: Funky Burger für Johnny Depp

Das Soul Food Beizli in Bern lässt bei den Freunden des gepflegten Junkfoods die Herzen höherschlagen.

Der saftige Burger auf der Website von Soul Food Express.
Der saftige Burger auf der Website von Soul Food Express.
zvg

Eisige Wintertage machen offenbar Lust auf deftige Speisen: Bis auf das Trottoir stehen die Leute mittags Schlange vor dem Soul Food Beizli am Berner Viktoriarain. Burger-Duft liegt in der Luft, dem Testesser und seinen zwei Kumpanen läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Rasch setzen wir uns an einen Tisch im stylischen Säli, in dem einen Porträts aus den 1960er-Jahren anstarren und funky Sound aus den Boxen dröhnt.

Burger, Hotdogs, Wraps oder doch eine Pizza? Die Menükarte lässt bei Freunden des gepflegten Junkfoods die Herzen höherschlagen. Die Fast-Food-Liebhaber lassen sich nicht lumpen und bestellen gleich einen BC-Burger mit Speck und Käse (Fr. 14.50), einen «Torpedo»-Pouletwrap namens Corinna (Fr. 14.–) sowie den absoluten Klassiker, einen Cheeseburger (Fr. 13.50). Dazu einen kleinen Salat und eine Linsensuppe (Fr. 7.–). Schweren Herzens verzichten wir auf die gluschtigen Pizzen (ab Fr. 12.–) oder den «Bäre»-Hotdog (Fr. 10.–). Wir erhalten als Bestellnummer den Namen Johnny Depp.

Dann bricht ein klein wenig Chaos aus: Nach einer kurzen Wartezeit serviert die sympathische Bedienung den BC-Burger. «Wow, der ist ja riesig», meint der Testesser, der als Mittelschüler einst bei einer grossen amerikanischen Burgerkette Big Macs brutzelte. Hingegen warten wir vorerst vergeblich auf die anderen Speisen. Henusode. Einmal angebissen, lässt man vom Burger nicht so rasch wieder ab.

Das Berner Rindfleisch ist fein und saftig, die Ketchup-Mayo-Senfsauce schmackhaft, das Salatblatt frisch und knackig. Daumen hoch. Die Servierdame reicht den kleinen Salat. Leider herzloses Industrieprodukt mit einer faden Joghurtsauce. Fastfood-Schuppen und Salat, das hat eigentlich noch nie gepasst. Die Suppe hingegen gefällt dem Begleiter besser, auch wenn er etwas nachsalzen muss.

Dann, endlich, kommt der in Papier eingewickelte Cheeseburger angeschwirrt. «Sossig, aber sehr gut», meint die Begleiterin, als sie den Monster-Burger häppchenweise verzehrt. Ob sie das auf einer Tafel angeschriebene Prädikat «Best Burger in Town» unterschreiben würde, lässt sie offen. Beim Poulet-Wrap, einem mit Mozzarella, Paprika, Zwiebeln, Pilzen und Sauerrahm gefüllten Fladenbrot, gefällt dem Begleiter vor allem die Sauce und das saftige Pouletfleisch. «Wegen des Käses ist es ein sehr nahrhaftes Essen», sagt er und hält sich den Bauch.

In der Tat: Die Monster-Burger liegen einem nach dem Essen schwer auf dem Magen. Gut, wer sich nach dem Besuch im Soul Food Beizli erst mal eine Stunde auf die faule Haut legen kann.

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