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Auf dem Spitalacker wird das Megafon verboten

Im jahrelangen Streit zwischen dem FC Breitenrain und lärmgeplagten Anwohnern hat der Kanton Bern ein Machtwort gesprochen.

Die Fans des FC Breitenrain müssen künfig auf ihre Stimmgewalt vertrauen - Megafons werden verboten.
Die Fans des FC Breitenrain müssen künfig auf ihre Stimmgewalt vertrauen - Megafons werden verboten.
Thomas Reufer/Archiv

Auf dem Spitalacker gilt definitiv ein Instrumenten- und Megafon-Verbot. Die Fans des Stadtberner Quartiervereins müssen ganz auf ihre Stimmgewalt vertrauen, wenn sie die Spieler anfeuern wollen. «Es dürfen keine geräuschintensiven Instrumente wie Signalhörner, Trommeln, Rasseln, Pfeifen, Megaphone usw. verwendet werden», heisst es im Entscheid der bernischen Baudirektion, den Radio Energy am Dienstag publik machte.

Vereinspräsident Claudio Engeloch zeigte sich im Radio-Interview enttäuscht über den Entscheid: «Fussball findet doch nicht in einem Aquarium statt, sondern auf einem Spielfeld. Da gehören Emotionen dazu.» Der Klub verzichte aber auf einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht.

Der Disput erhitzt seit langem die Gemüter. Anwohner machen geltend, die einst beschauliche Sportanlage sei in den letzten Jahren zu einem veritablen Stadion ausgebaut worden. Der zunehmende Lärm mache ihnen zu schaffen.

Der Klub hält dagegen, der Fussballplatz bestehe seit mehr als hundert Jahren. Die Wohnbauten seien erst später erstellt worden. Zudem erfülle der Verein mit seinen 26 Mannschaften und einer Kinderfussballschule eine wichtige öffentliche Funktion.

Im Juli 2016 verknüpfte der Regierungsstatthalter seine Gesamtbewilligung für Kunstrasen, Beleuchtungsanlage und neue Beschallungsanlage mit verschiedenen Auflagen. Sowohl Anwohner als auch der Klub zogen den Entscheid an den Kanton weiter. Dieser gibt nun den Anwohnern in Sachen Instrumente recht. Aber auch der Klub kann einen Teilerfolg feiern. Er darf bei seinen Heimspielen weiterhin die Sponsoren und die Torschützen über die Lautsprecher durchgeben. Der einzige Mann auf dem Spitalacker, der eine Pfeife benutzen darf, wird aber künftig der Schiedsrichter sein.

SDA/gbl

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