Asylunterkunft Hochfeld schliesst erst in ein paar Monaten

Die Asylunterkunft Hochfeld soll erst schliessen, wenn das Bundeszentrum im Zieglerspital eröffnet wird.

Eingang zur unterirdischen Asylunterkunft im Hochfeld.<p class='credit'>(Bild: Valérie Chételat (Archivbild))</p>

Eingang zur unterirdischen Asylunterkunft im Hochfeld.

(Bild: Valérie Chételat (Archivbild))

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Sie ist eng und unterirdisch: Die Asyl­unterkunft Hochfeld steht deshalb schon länger in der Kritik. Auch der Gemeinderat hat sich mehrfach für ihre Schliessung ausgesprochen. Doch die Anfang 2012 für ursprünglich sechs Monate eröffnete Notunterkunft ist immer noch in Betrieb. Der Gemeinderat wolle das Asylzentrum Hochfeld «spätestens auf den Zeitpunkt der Eröffnung einer temporären Asylunterkunft auf dem Areal des Zieglerspitals kündigen», steht in der Antwort auf einen interfraktionellen Vorstoss im Berner Stadtrat, der an der ersten Sitzung im neuen Jahr behandelt wird.

Laut der Stadtberner Sozialdirektorin Franziska Teuscher (GB) bezieht sich diese Aussage nicht auf das seit Mitte Dezember geöffnete kantonale Durchgangszentrum, sondern auf das geplante Bundeszentrum. Der Gemeinderat habe im Herbst beschlossen, das Zieglerspital als Bundeszentrum zur Verfügung zu stellen, sagt Teuscher. «Damit verknüpft war der Entscheid, die Notunterkunft Hochfeld auf den Zeitpunkt der Eröffnung des Bundeszentrums für Asylsuchende im Zieglerspital zu schliessen.» Gemäss der Vereinbarung zwischen der Stadt Bern und dem Staatssekretariat für Migration (SEM) werde dies «in der ersten Hälfte 2016» der Fall sein, sagt die Gemeinderätin.

Wohnen erst in ferner Zukunft

Das Bundeszentrum für Asylsuchende soll gemäss einer anderen Vorstossantwort während acht Jahren in Betrieb sein. Danach ist eine Wohnnutzung vorgesehen. Für diese Umnutzung wird ein Planänderungsverfahren inklusive Mitwirkung, öffentlicher Auflage und Volksabstimmung nötig.

Der Bund

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