Zum Hauptinhalt springen

Anti-AKW-Camp wird zum Fall für Tschäppät

Das unbewilligte Protestcamp wird zur Chefsache: Sicherheitsdirektor Reto Nause will nicht länger mit den Mühleberg-Gegnern am Viktoriaplatz verhandeln. Stadtpräsident Alexander Tschäppät übernimmt das Dossier.

Das Anti-AKW-Camp wird zur Chefsache. (Adrian Moser)
Das Anti-AKW-Camp wird zur Chefsache. (Adrian Moser)

Er werde sich zunächst mit den Fakten vertraut machen und dann ein Gespräch mit den Campierern führen, sagte Tschäppät am Mittwoch nach der wöchentlichen Sitzung des Gemeinderats. Eines sei aber klar: «Die Zelte müssen weg.»

Das Angebot der Stadtregierung, eine Mahnwache zu tolerieren, sei schon grosszügig genug. Einen permanenter Zeltplatz lehne der Gemeinderat weiterhin ab.

Unbeirrte Aktivisten

Nause hatte über Wochen vergeblich versucht, die Campierer zum Abzug zu bewegen und ihnen stattdessen eine «Mahnwache ohne befestigte Infrastruktur» schmackhaft zu machen.

Die Aktivisten benannten ihre Zeltstadt darauf in «Mahnwache» um, zeigten sich aber ansonsten unbeirrt. Sie wollen bleiben, bis das Atomkraftwerk Mühleberg vom Netz genommen wird.

Nach dem nächsten Gespräch mit den Campierern werde der Gemeinderat allenfalls «einen Entscheid über das weitere Vorgehen» treffen müssen, sagte Tschäppät. Zur Frage, ob es dabei um einen Räumungsentscheid gehe, wollte er nicht direkt Stellung nehmen. «Wir werden kommunizieren, wenn ein Entscheid getroffen ist.»

Die Aktivisten betonten am Mittwoch, ein Abzug komme weiterhin nicht in Frage, zumal der Stadtrat ja letzte Woche eine Motion gegen das AKW Mühleberg verabschiedet habe.

SDA/bs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch