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Alt-Stadtpräsident Tschäppät ist tot

Nach kurzer aber schwerer Krankheit ist Alt-Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Freitag gestorben. Er wurde 66 Jahre alt.

In der einstigen Kluft des Bärenwärters eröffnet Tschäppät den neuen Bärenpark an der Aare im Herbst 2009.
In der einstigen Kluft des Bärenwärters eröffnet Tschäppät den neuen Bärenpark an der Aare im Herbst 2009.
Lukas Lehmann, Keystone
Sein Auftritt als Komiker in «Das Zelt» 2013 ist ein Abend zum Vergessen. Für seine dort geäusserten Italiener-Witze erntete er heftige Kritik.
Sein Auftritt als Komiker in «Das Zelt» 2013 ist ein Abend zum Vergessen. Für seine dort geäusserten Italiener-Witze erntete er heftige Kritik.
Lukas Lehmann, Keystone
Nur ein Jahr später ist Tschäppät bereits von seinem Krebsleiden gezeichnet. Hier an der Frühlingssession im Nationalrat.
Nur ein Jahr später ist Tschäppät bereits von seinem Krebsleiden gezeichnet. Hier an der Frühlingssession im Nationalrat.
Keystone
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Der Nationalrat und ehemalige Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät ist tot. Der 66-jährige Sozialdemokrat erlag am Freitag einem Krebsleiden, wie der Gemeinderat der Stadt Bern mitteilt.

«Mit tiefer Trauer und grosser Betroffenheit hat der Gemeinderat der Stadt Bern davon Kenntnis nehmen müssen, dass Alt-Stadtpräsident Alexander Tschäppät im Kreise seiner Familie nach monatelanger, schwerer Krankheit verstorben ist», schreibt der Gemeinderat. Er drückt der Trauerfamilie sein tief empfundenes Beileid aus.

Alexander Tschäppät hat in den vergangenen Monaten gegen sein Krebsleiden angekämpft und bis zuletzt seine öffentlichen Verpflichtungen wahrgenommen. «Er ist sich auch in den dunkelsten und schwierigsten Stunden seines Lebens treu geblieben und hat sich dem schweren Schicksalsschlag mit dem ihm eigenen Mut und Schalk entgegengestellt», wie der Gemeinderat weiter schreibt.

Mit ihm verliert die Bundesstadt einen volksnahen, charismatischen Politiker. Denn man liebte ihn oder man regte sich masslos über ihn auf, kalt liess Tschäppät auf jeden Fall niemanden. Seine Gegner schimpften den geselligen Stadtvater schon mal «Jovialdemokrat». Seine Fans hingegen liebten ihn für seine Schlagfertigkeit, seinen Humor, aber auch für sein politisches Gespür.

Bern trauert um seinen grössten Fan

Für Tschäppät war Bern stets «die schönste Stadt der Welt», wie der selbst deklarierte «Bern Fan» bei seinen zahlreichen öffentlichen Auftritten nicht müde wurde zu betonen. Und das wirkte nicht einmal aufgesetzt - war er doch seit frühster Jugend in der Bundesstadt verwurzelt.

Nach fast 20 Jahren als Gerichtspräsident in Bern wurde er 2001 in den Gemeinderat gewählt. Dort übernahm er zunächst die Direktion für Planung, Verkehr und Tiefbau. 2005 folgte die Wahl zum Stadtpräsidenten. Tschäppät trat damit in die Fussstapfen seines Vaters Reynold, Berns Stadtpräsident 1966 bis 1979.

Tschäppät war zudem von 1991 bis 2003 ein erstes Mal Mitglied des Nationalrats. 2011 verpasste er die Wiederwahl und konnte erst nachrutschen als sein Bieler Parteikollege Hans Stöckli in den Ständerat wechselte. Bis zu seinem Tod war Tschäppät Mitglied der Grossen Kammer.

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