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Als die Berner Farbe bekannten

Was hat es mit der Legende um die farbigen Strassenschilder in Berns Altstadt auf sich? Sind sie tatsächlich Relikte vergangener Tage oder doch nur der neuzeitliche Versuch, die Stadt zu verschönern?

Rund 360 Emailleschilder weisen noch heute in Berns Innenstadt den Weg. (Valérie Chételat)
Rund 360 Emailleschilder weisen noch heute in Berns Innenstadt den Weg. (Valérie Chételat)

In der Stadt Bern sind alle Strassenschilder blau. Stimmt – aber nicht in der Altstadt. Hier sind die Schilder nämlich alles andere als blau: weiss, schwarz, grün, rot, gelb. Einer Legende zufolge gehen die Farbschilder auf 1798 zurück – das Jahr, als die napoleonischen Truppen in Bern einmarschierten. Die Besatzer hätten sich mit der Farbeinteilung angeblich eine Orientierungshilfe in der bis dahin nur teilweise ausgeschilderten heutigen Altstadt schaffen wollen: damit die Soldaten nach den Trinkgelagen den Weg ins Nachtquartier finden konnten. Handelt es sich bei dieser Erklärung lediglich um eine hübsche Anekdote oder tatsächlich um den Hintergrund der aussergewöhnlichen Beschilderung?

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