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Alpines Museum wagt Neustart

Das Alpine Museum in Bern will sich komplett erneuern: Ende September schliesst es für einen Umbau seine Tore. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert.

Das Alpine Museum steht vor einem Neustart.
Das Alpine Museum steht vor einem Neustart.
Adrian Moser

Das Alpine Museum am Berner Helvetiaplatz wagt einen Neustart: Ende September schliesst es vorübergehend seine Tore für einen Umbau. Im erneuerten Museum soll es weniger Vitrinen geben, dafür mehr Gegenwartsthemen und neue Ausstellungsformate.

Die seit 20 Jahren unveränderte Dauerausstellung wird komplett aufgehoben, teilte das Alpine Museum am Montag mit. An ihrer Stelle entsteht auf zwei Stockwerken eine grosse Fläche für Themenausstellungen.

Im Parterre des Gebäudes am Berner Helvetiaplatz kommt ausserdem eine eigenständige Museumsbeiz zu stehen, «die alpine Küche zeitgemäss interpretiert». Neu ist auch der experimentelle Ausstellungsraum BIWAK.

«Das Alpenland Schweiz braucht ein starkes Alpines Museum», wird Alt-Bundesrat Adolf Ogi in der Medienmitteilung zitiert. Er setzt sich als Präsident des im Aufbau begriffenen Patronatskomitees für den Neustart des Museums ein.

Finanzierung noch nicht gesichert

Nach wie vor befindet sich nämlich das Alpine Museum auf Geldsuche. Für den Umbau will der Berner Gemeinderat ein Darlehen von 2,5 Millionen Franken gewähren. Damit könne das Museum die in die Jahre gekommenen Räume und Anlagen erneuern sowie bäuliche Mängel beheben, sagte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

Der Gemeinderat sehe überdies einen weiteren Beitrag an das Museum von 400'000 Franken vor. Diese Summe soll die Zinslast während der ersten Jahre nach dem Neustart mildern. Das letzte Wort hat allerdings der Stadtrat. Gelder für den Umbau sollen zudem aus dem Lotteriefonds fliessen.

Für den Betrieb gehen die Museumsverantwortlichen von einem Budget von jährlich 3,5 Millionen Franken aus. Da hier noch gut eine Million fehlt, will sich das Museum um eine Erhöhung des Beitrags der öffentlichen Hand bemühen. Private Geldgeber sind namentlich für Ausstellungsprojekte gesucht.

Besucherzahl verdoppeln

Das erneuerte Museum soll künftig auch mehr Publikum anziehen. «Das Alpine Museum zählte bisher 20'000 bis 25'000 Besucher pro Jahr», sagte Leiter Beat Hächler auf Anfrage. Ziel sei es, die Besucherzahl in den nächsten Jahren zu verdoppeln.

Das Alpine Museum soll im März 2012 wiedereröffnet werden. Das erste Projekt trägt den Titel «Berge versetzen». Es zeigt die Sammlungsbestände des Hauses als Auslegeordnung auf dem Fussboden. Das Publikum betrachtet die Schau von Holzstegen aus.

(SDA)

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