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AKW-Direktor tritt überstürzt ab – und plant künftig BKW-Strategie

Mühleberg-Direktor Patrick Miazza tritt überraschend ab und kümmert sich neu um BKW-Strategien. Dies zeige, dass die BKW den Atomausstieg nicht ernsthaft prüfe, kritisieren die Grünen.

Am Dienstag wird Patrick Miazza im Verfahren um die Betriebsbewilligung des AKW Mühleberg als Zeuge der Betreiberin BKW vor Gericht auftreten – zweieinhalb Wochen später tritt er als Kraftwerksdirektor von Mühleberg ab. Den überraschenden – und überstürzten – Rücktritt auf Ende Jahr gab die BKW gestern bekannt. Miazza wird durch seinen Stellvertreter Martin Saxer ersetzt.

«Der Rücktritt erfolgt aus persönlichen Gründen», teilte die BKW mit. Miazza trete «auf eigenen Wunsch» zurück, betonte BKW-Sprecher Antonio Sommavilla auf Anfrage. Er verneinte jeglichen Zusammenhang «mit den Herausforderungen, denen das Werk sich gegenübersieht», also mit der laufenden Sicherheitsüberprüfung durch die Atomaufsicht. Es hat laut Sommavilla auch keine Beschlüsse der BKW gegeben, mit denen Miazza nicht einverstanden war. Obwohl dieser seinen Entscheid offensichtlich sehr kurzfristig gefällt hat, gebe es keinen unmittelbar auslösenden Vorfall – weder beruflich noch privat. Miazza ist laut Sommavilla auch nicht krankheitshalber zurückgetreten. Miazza war gestern für die Medien nicht zu sprechen.

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