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Agassizhorn wird nicht in Rentyhorn umgetauft

Standortgemeinden lehnen eine Petition und einen Kompromiss ab.

Das Agassizhorn im Berner Oberland behält seinen Namen: Die drei Gemeinden Grindelwald, Guttannen und Fieschertal haben die Petition zur Umbenennung abgelehnt. Das Komitee «Démonter Louis Agassiz» wollte den 3953 Meter hohen Berggipfel im Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch in Rentyhorn umtaufen. Louis Agassiz (1807 bis 1873) war nicht nur ein führender Glaziologe, sondern auch ein Rassentheoretiker, der von der Minderwertigkeit der Schwarzen überzeugt war. Er sei ein Vordenker der Apartheid gewesen, betonen die Kritiker um den St. Galler Historiker Hans Fässler, die sich für den Namenswechsel stark gemacht haben. Renty war ein afrikanischer Sklave aus dem Kongo, den Agassiz in den USA zur Untermauerung seiner Rassentheorie fotografieren liess. Fässler zeigte sich über die Ablehnung der von rund 2600 Menschen unterschriebenen Petition enttäuscht.

«Wir verurteilen seine Theorien»

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