Zivilschutzanlage Hochfeld wird Asylunterkunft

Die Zivilschutzanlage Hochfeld in der Stadt Bern wird ab dem 4. Januar 2012 als Unterkunft für Asylsuchende genutzt – um die starke Zunahme von Asylgesuchen zu bewältigen.

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Die Stadt Bern reiht sich ein in die Liste der Gemeinden, welche dem Kanton eine Notunterkunft für Asylsuchende zur Verfügung stellen. Bern öffnet die Zivilschutzanlage Hochfeld. Ab dem 4. Januar leben dort Asylsuchende.

Damit entspricht die Stadt einer Bitte des Kantons, wie sowohl die kantonale Polizei- und Militärdirektion als auch der Berner Gemeinderat am Donnerstag mitteilten. Alle 22 bernischen Asylzentren seien voll, heisst es in der Mitteilung des Kantons.

Bereits im Jahr 2008 geöffnet

Die Zivilschutzanlage Hochfeld wird laut Iris Rivas, Leiterin des kantonalen Migrationdienstes, für mehrere Monate in Betrieb genommen. Das sagte sie auf Anfrage. Solche unterirdischen Anlagen seien Notunterkünfte. Deshalb spreche der Kanton von einer vorübergehenden Öffnung.

Die Stadt Bern schreibt, schon 2008 seien bei einem ähnlichen Ansturm von Asylsuchenden zwei Zivilschutzanlagen geöffnet worden. Negative Erfahrungen habe die Stadt damals nicht gemacht. Dennoch wird die Betreiberin der Anlage, die Firma ORS Service AG, nun eine Hotline für die Bevölkerung einrichten.

Rivas sagte am Donnerstag auch, seit Juli 2011 habe der Kanton Bern 484 Plätze für Asylsuchende neu geschaffen, die maximal 100 Plätze in Bern-Hochfeld inbegriffen. Insgesamt könne der Kanton - ohne das Bundeszentrum auf dem Jaunpas - derzeit 1662 Plätze anbieten. Im Kanton Bern gebe es derzeit keine Asylsuchenden ohne Obdach.

(bs/sda)

Erstellt: 22.12.2011, 12:18 Uhr

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