Wirrwarr um Cupfinal in Bern

Am Ostermontag soll in Bern der Cupfinal-Spiel zwischen FC Basel und FC Zürich ausgetragen werden. Ob und unter welchen Bedingungen, ist unklar.

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Martin Erdmann@M_Erdmann

Wird in Bern über die Startaufstellungen des Cupfinals gesprochen, dann ist damit meist die Grösse des Polizeiaufgebots gemeint – und nicht, welche Spieler bei Anpfiff auf dem Feld stehen. Mit Fussball haben die alljährlich wiederkehrenden Diskussionen um das Finale des Schweizercups wenig zu tun.

Letztes Jahr kam es vor dem Cupfinal-Spiel zwischen Basel und GC zu Auseinandersetzungen zwischen den Fans in der Berner Innenstadt. «Das war der letzte Fanmarsch durch Bern», sagte Reto Nause damals nach dem Spiel. Ob es dieses Jahr wieder zu Fanmärschen kommen wird, ist unklar. Weder die Zürcher «Südkurve» noch die Basler «Muttenzerkurve» haben bis anhin ihre Pläne zur Anreise veröffentlicht.

Dieses Jahr hat sich jedoch ein wichtiger Punkt geändert: In den letzten Jahren musste sich Sicherheitsdirektor Reto Nause mit der Frage herumschlagen, ob Fanmärsche vom Hauptbahnhof zum Stadion bewilligt werden sollen oder nicht. Heute steht die Bewilligung des Spiels an sich im Fokus: Denn mit der Annahme des verschärften «Hooligan»-Konkordats hat die Stadt neu die Möglichkeit, dem Spiel aus Gründen der Sicherheit die nun nötige Bewilligung zu verweigern.

Verlegung nach Basel?

Wie die Strategie der Stadt für Ostermontag aussieht, ist unklar. Zurzeit verhandelt Nause mit dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) und den Clubs. Anfragen von DerBund.ch/Newsnet weist er zurück. «Wir informieren erst, wenn die Gespräche abgeschlossen sind», heisst es bei der Medienstelle der Stadt Bern. Die Verhandlungen vom Freitag scheinen zu keinem Resultat geführt zu haben. Denn auch am frühen Abend war von Nause nicht mehr zu hören als «no comment».

Sollte die Berner Sicherheitsdirektion aber tatsächlich die Notbremse ziehen, scheint der SFV einen Plan B in der Hinterhand zu haben. Wie «Blick.ch» berichtet, soll der Cupfinal in diesem Szenario nach Basel verschoben werden. Martin Schütz, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, bestätigt gegenüber DerBund.ch/Newsnet diese Pläne. «Es ging bei uns eine informelle Anfrage ein, ob der Cupfinal in Basel ausgetragen werden könnte. Wir prüfen das nun.»

DerBund.ch/Newsnet

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