Wie gut ist Ihr Veloweg?

Pro Velo und die Stadt haben einen Online-Veloroutenplaner herausgegeben. Dieser soll Velofahrern den besten Weg aufzeigen. Testen Sie selbst.


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Die Stadt Bern geht mit der Zeit: Der bisherige Velostadtplan wird neu online – und nicht mehr nur auf Papier herausgegeben. Der von Stadt und Pro Velo entwickelte Routenplaner soll für jeden den komfortabelsten oder schnellsten Weg vom gewünschten Start- zum Zielort finden. Für die verschiedenen Fahrstile kann man unter drei unterschiedlichen Profilen auswählen: «Schnell» zeigt die direkteste Route an und führt auch über grössere Strassen. Klickt der eher gemächliche Velofahrer auf die Variante «Ruhig», führt die vorgeschlagene Route möglichst über Quartierstrassen zum Ziel. Als dritte Option kann die Variante «E-Bike» gewählt werden, die mehr über Hauptstrassen führt und anstrengende Steigungen nicht ausklammert. Zudem zeigt die Karte dem Betrachter auch die geschätzte Fahrzeit und Distanz an.

Dänemark als Vorbild

«Wir haben uns am Routenplaner von Kopenhagen orientiert», so Benno Steiner, Projektleiter des Veloroutenplaners. Das verwendete Kartenmaterial stammt von der Internetcommunity «OpenStreetMap» und kann von den Benutzern laufend angepasst werden. Damit hätte man in Dänemark gute Erfahrungen gemacht, sagt Steiner. Dass der Stadtplan weiter aktualisiert wird, scheint nötig.

Beim Karten-Test auf der «Bund»-Redaktion zeigte der Routenplaner nämlich noch einige Mängel: So kennt die Karte den Dammweg, wo die Redaktion arbeitet, nicht. Gibt man aber im Suchfeld «Der Bund, Dammweg» ein, wird man an die richtige Adresse geführt. Zudem wird ein Kollege, wenn er den «ruhigen» Weg wählt, über den stark befahrenen Nordring geführt, wählt er «direkt» wird ihm der Umweg durchs Lorrainequartier vorgeschlagen. Ein weiterer Kollege ist sich sicher, dass die vorgeschlagene Route über eine Treppe führt.

Verbesserungen sollen kommen

Bei Pro Velo Bern ist man sich bewusst, dass die Karte noch optimiert werden kann: «Wir sind daran mit engagierten Velofahrern die Karte zu verbessern», so Steiner. Das Produkt wachse mit der Zeit, da jeder Velofahrer seine Vorschläge Pro Velo Bern per Mail melden könne. «Wir werden aber nie alle Fehler eliminieren können, es wird immer Fehler in der Karte geben», so Steiner.

Für die eigenen politischen Anliegen kann Pro Velo Bern den Wegweiser nur schwer nutzen. Die Karte sammelt keine Daten über die Benutzer und kann Velofahrer auch nicht orten. «Damit entfällt uns leider die Möglichkeit zu zählen wie viele Radfahrer von der geplante Velobrücke zwischen Breitenrain und Länggasse profitieren würden», so Steiner.

www.veloroutenplaner.ch

Kennen Sie bereits Ihren schnellsten oder ruhigsten Arbeitsweg? Testen Sie Ihre Velo-Route in der Velokarte oben (Oder hier klicken, um die Karte auf dem Smartphone zu öffnen) und schreiben Sie uns im Kommentarfeld, ob Ihnen der Veloroutenplaner auf Ihrer Strecke geholfen hat. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.07.2015, 14:08 Uhr

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