Wenn es in den Köpfen der Werber spukt

Hintergrund

Knall in der Küche des Schweizerhofs? Alles nicht wahr, alles nur PR.

Im Schweizerhof spukt es nicht - ausser in den Köpfen der PR-Leute.

Im Schweizerhof spukt es nicht - ausser in den Köpfen der PR-Leute.

(Bild: Keystone)

Dölf Barben@DoelfBarben

Am 6. Dezember meldete der «Bund», im Berner Hotel Schweizerhof hätten sich mysteriöse Vorfälle zugetragen. Hotelmanager Michael Thomann hatte auf offiziellem Papier des Hauses «bestätigt», was in der Gratiszeitung «Berner Bär» zu lesen war: In der Bankett-Küche des Hotels habe es einen Knall gegeben. «Alle Pfannen und Töpfe lagen auf dem Boden.» Das Hotel liess über seine PR-Agentur Righetti & Partner aus Muri weiter ausrichten, «dieser und einige andere unerklärliche Vorfälle» seien in Abklärung. Sobald die Ursache feststehe, werde informiert. Gestern Abend nun sollte «offiziell» informiert werden. Zuvor hatte sich aber bereits herausgestellt, dass alles nur eine PR-Aktion ist, eine «fiktive Sache». Auf das Jahresende hin habe man sich einen kleinen Spass erlaubt, hiess es bei Righetti & Partner gestern auf Anfrage.

Mit Verlaub: Wenn ein renommiertes Hotel auf diese Weise mit Unwahrheiten operiert und Redaktionen an der Nase herumzuführen versucht, wirkt das sehr befremdend. Der «Bund» hat die gestrige Orientierung ausgelassen.

Der Bund

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