Treibt fehlenden Prämienverbilligung Menschen in die Sozialhilfe?

Die Berner Stadtregierung befürchtet unerwünschte Risiken und Nebenwirkungen durch die kantonalen Sparmassnahmen.

Der Gemeinderat warnt: Fehlende Prämienbeiträge könnten Menschen in die Armut treiben.

Der Gemeinderat warnt: Fehlende Prämienbeiträge könnten Menschen in die Armut treiben. Bild: Valérie Chételat

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Durch die Mittelkürzungen bei der Verbilligung der Krankenkassenprämien könnten zusätzliche Personen in die Sozialhilfe gedrängt werden, befürchtet der Berner Gemeinderat.

Ein solcher Verdrängungseffekt müsste aber noch eingehend untersucht werden, räumt der Gemeinderat in einem Communiqué vom Donnerstag ein. Er wünscht sich eine wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema.

Klar ist für den Gemeinderat, dass die Mittelkürzungen der falsche Weg seien, genau wie die Ablehnung der Ergänzungsleistungen für Familien. «Damit entfernt sich der Kanton Bern von geeigneten Massnahmen zur Bekämpfung der Armut, wie sie im kantonalen Sozialbericht 2012 festgehalten wurden», schreibt der Gemeinderat.

Im Zug der Sparmassnahmen hatte der Grosse Rat Ende 2013 beschlossen, die Mittel für die Prämienverbilligung zu kürzen. Dadurch verlieren im laufenden Jahr rund 42'000 Bernerinnen und Berner ihren Anspruch auf eine Prämienreduktion. (hjo/sda)

Erstellt: 03.07.2014, 11:03 Uhr

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