Theater Matte: Laientheater ist nicht förderungswürdig

Trotz Stadtrat-Support wird das Theater Matte in der Kulturförderung 2016 bis 2019 nicht erwähnt. Die Unterstützer sind empört.

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Stadtrat Ueli Jaisli (SVP) ist empört, dass die Stadt das Theater Matte in der Kulturförderung 2016–2019 nicht einmal erwähnt hat. Dabei hatte der Stadtrat im Frühjahr ein Postulat Jaislis zur Subventionierung des Kleintheaters mit 45 zu 13 Stimmen überwiesen. An einem Treffen zwischen Stadt und Kulturszene am letzten Samstag habe Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) dem Theater Matte die «Einmaligkeit» abgesprochen, sagt Jaisli.

Zudem habe der Stadtpräsident betont, dass keine neuen Institutionen subventioniert werden sollten. «Dieses Argument ist an den Haaren herbeigezogen», sagt Jaisli. Bei den Verantwortlichen des Theaters handle es sich auch um Profis. Durchaus «einmalig» wiederum sei der konsequente Gebrauch von Mundart auf der Bühne. SP-Stadtrat David Stampfli wiederum ist «enttäuscht». Er verweist auf die hohe Zustimmung, die das Postulat zur Unterstützung des Theaters Matte im Stadtrat erfahren habe. Das Kleintheater sei stets gut besucht und «sicher kein Laientheater im Sinne eines Schülertheaters», sagt Stampfli.

«Wir wollen zeitgenössisches Kulturschaffen auf professionellem Niveau fördern», sagt Stadtpräsident Tschäppät. Beim Theater Matte handle es sich um ein Laientheater. «Es ist aber jederzeit möglich, ein Gesuch für ein Einzelprojekt bei der entsprechenden Kommission einzureichen.» Das vom Stadtrat überwiesene Postulat verlange einen Bericht über die Möglichkeit einer Förderung des Theaters Matte. «Auf die Leistungsverträge hat der Vorstoss keinen Einfluss.» (Der Bund)

Erstellt: 13.08.2014, 07:09 Uhr

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