Stadtrat akzeptiert Asyl-Unterkunft

Unterirdische Unterkünfte sind nicht akzeptabel, darin sind sich im Stadtrat fast alle einig. Eine grosse Mehrheit ist bereit, die Asyl-Unterkunft im Hochfeld vorübergehend zu akzeptieren. Es geht um eine Notlösung.

Der Kanton Bern will einen Teil der Hochfeld-Bewohner in die oberirdische Unterkunft Enggistein transferieren.

Der Kanton Bern will einen Teil der Hochfeld-Bewohner in die oberirdische Unterkunft Enggistein transferieren. Bild: Adrian Moser

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In einem Punkt sind sich – mit Ausnahme der SVP – alle einig: Unterirdische Asyl-Unterkünfte sind nicht akzeptabel, vor allem für Frauen und Kinder. Die Frage gestern im Berner Stadtrat war jedoch, ob die vom Kanton betriebene Notunterkunft Hochfeld vorübergehend akzeptiert werden muss oder nicht.

Eine Notlösung

Das GB hat den Gemeinderat mit einer Interpellation dazu aufgefordert, sich beim Kanton für den Ersatz der Notunterkunft durch eine oberirdische Anlage starkzumachen. Auch der Gemeinderat erachtete die Unterkunft in seiner schriftlichen Antwort als «ungeeignet».

Er und die grosse Mehrheit des Rates sind jedoch bereit, sie zur Not zu akzeptieren. SP-Sprecherin Leyla Gül bedauerte den konfrontativen Ton der Debatte. «Das Komitee gegen Fremdenhetze und Asylbusiness könnte auch einmal anerkennen, dass sich etwas getan hat.» Der Kanton will bald einen Teil der Hochfeld-Bewohner in die oberirdische Unterkunft Enggistein transferieren. «Die Stadt Bern trägt keine Verantwortung für die erste Phase der Unterbringung von Asylbewerbern», sagte Gemeinderätin Edith Olibet (SP). Es gehe um eine Notlösung. (Der Bund)

Erstellt: 17.08.2012, 06:41 Uhr

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