Schützenmatte soll zum «multifunktionalen Raum» werden

Die Vorschläge aus der Bevölkerung für die Nutzung der Schützenmatte wurden vom Begleitgremium positiv aufgenommen. Eine Idee sieht etwa einen Schützenmatte-Boulevard vor.

Die Schützenmatte soll nach einem ersten Entwurf als «multifunktionaler Raum» dienen.

Die Schützenmatte soll nach einem ersten Entwurf als «multifunktionaler Raum» dienen. Bild: Franziska Scheidegger

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Der erste Entwurf für ein neues Nutzungs- und Entwicklungskonzept der Schützenmatte ist am Donnerstag einem Begleitgremium der Stadtverwaltung präsentiert worden. Diese Arbeitsgruppe, die aus Anwohnern, Parteivertretern, Interessengruppen und Nutzern der Schützenmatte besteht, nahm den Konzeptentwurf laut einer Mitteilung der Stadtberner Präsidialdirektion vom Freitag mit breiter Zustimmung auf. Es war das dritte Mal, dass sich dieses Begleitgremium traf.

Der Konzeptentwurf stützt sich auf den dreitägigen Anlass «Labor Schützenmatte», das die Stadtverwaltung Anfang September durchführte, und das damit verbundene öffentliche Schützenmatte-Forum zur Zukunft des Platzes. Die beiden Anlässe brachten der Stadtverwaltung gegen 300 Ideen und Vorschläge in Form von Texten und Zeichnungen ein.

Fachleute und die betroffenen Ämter der Stadt haben seither sämtliche Eingaben ausgewertet. Zusammen mit den Resultaten aus den bisherigen Treffen des Begleitgremiums bildeten sie die Grundlage für den Entwurf des Nutzungs- und Entwicklungskonzepts für den Platz zwischen Bollwerk und alternativem Kulturzentrum Reitschule.

Parkplätze aufheben

Multifunktionalität heisst laut der Mitteilung, dass die Nutzung der Schützenmatte flexibel bleiben und die Stadt auf langfristige Entwicklungen und veränderte Bedürfnisse reagieren können soll. Die Option einer Teilbebauung soll beispielsweise nicht ausgeschlossen werden.

Breiter Konsens besteht im Begleitgremium darüber, dass die Achse Schützenmatte-Hodlerstrasse zu einem Boulevard aufgewertet werden soll. Im erweiterten Perimeter der Schützenmatte, beispielsweise am östlichen Kopf der Lorrainebrücke, möchte die Stadtverwaltung zudem die Möglichkeit von baulichen Verdichtungen klären.

Die heutigen Parkplätze auf der Schützenmatte sollen gemäss dem Konzeptentwurf aufgehoben werden. Für das Begleitgremium ist denkbar, dass die Aufhebung in einer ersten Phase zeitlich begrenzt wird, beispielsweise auf die Sommermonate.

«In dieser Zeit kann die Schützenmatte zu einem multifunktionalen Raum mit Kulturanlässen, Freizeitaktivitäten, Sitzgelegenheiten oder Ateliers und Werkstätten in mobilen Containern werden», heisst es in der Mitteilung. Mit der Bewirtschaftung des Platzes könnte eine eigene Organisation betraut werden. Dazu sollen Spielregeln definiert werden.

Bis Ende 2015 im Gemeinderat

Die Stadtverwaltung konkretisiert nun das Nutzungs- und Entwicklungskonzept weiter. Sie will es dem Gemeinderat bis Ende 2015 zur Beurteilung vorlegen. Anschliessend kommt eine Vorlage in den Stadtrat. (gbl/sda)

Erstellt: 12.12.2014, 15:38 Uhr

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