Philippe Müller holt die Jungen in die Parteileitung der FDP

Pascal Rub, Patrick Minder und Claudine Esseiva treten in die Parteileitung ein.

Gehören neu der FDP-Parteileitung an: Patrick Minder (links), Claudine Esseiva und Pascal Rub.

Gehören neu der FDP-Parteileitung an: Patrick Minder (links), Claudine Esseiva und Pascal Rub.

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Die städtische FDP besetzt sich neu. Am 1. Mai werden die Parteimitglieder Grossrat Philippe Müller zum neuen Parteipräsidenten wählen. Er tritt die Nachfolge von Dolores Dana an. Die Wahl warf vor allem eine Frage auf: Wird sich die FDP unter Müller, dem ein Hardliner-Image anhaftet, weiter nach rechts orientieren? Nein, sagte Müller Ende März im «Bund». Er wolle im Gegenteil «Junge und Frauen» dazu bewegen, in der Parteileitung mitzumachen.

Nun liegen die Vorschläge für die Mitglieder der Parteileitung vor, die ebenfalls an der Hauptversammlung vom 1. Mai gewählt werden sollen. Und es kann konstatiert werden: Müller war erfolgreich.

Drei Junge, eine Frau

Drei neue Mitglieder sollen die FDP-Parteileitung inskünftig verstärken:

• Claudine Esseiva erfüllt die Kriterien bestens. Sie ist 34 Jahre jung, und sie ist eine Frau. Im Mai zieht die Generalsekretärin der FDP-Frauen Schweiz, die bisher in Freiburg wohnte und dort im Stadtparlament politisierte, nach Bern. Bisher sass sie im Vorstand der FDP Stadt Freiburg, ihr Engagement in der Berner Stadtpartei wäre deshalb eine «logische Fortsetzung», sagte sie jüngst im «Bund».

• Patrick Minder erfüllt zumindest das Kriterium «jung» vorzüglich. Er hat Jahrgang 1987, eben wurde er als Präsident der Jungfreisinnigen des Kantons Bern bestätigt. Seit einiger Zeit fordert er mehr Einfluss der Jungfreisinnigen in der Partei. Er ist auch in der Parteileitung der Kantonalpartei vertreten.

• Der Dritte im Bunde, Stadtrat Pascal Rub, ist mit Jahrgang 1971 etwas älter als die beiden anderen Neuen. Er war auch als Parteipräsident im Gespräch, verzichtete aber, in erster Linie aus zeitlichen Gründen. Ende 2011 hatte er gefordert, die FDP müsse wegkommen von ihrem Image als Law-and-Order-Partei und sich breiter aufstellen.

Müllers «Wunschkonstellation»

Der designierte Parteipräsident Philippe Müller ist sehr zufrieden mit den Neubesetzungen in seiner Partei. «Alle, die ich angefragt habe, haben zugesagt», sagt er. Die neue Zusammensetzung der Parteileitung sei seine «Wunschkonstellation».

Komplettiert wird die Parteileitung von sieben Bisherigen: Der Gemeinderat Alexandre Schmitt sitzt ebenso von Amtes wegen darin wie Bernhard Eicher, der Chef der Stadtratsfraktion, und Marlen Bigler, die im Februar zur Präsidentin der Jungfreisinnigen der Stadt Bern gewählt wurde. Auch Christoph Zimmerli, Pierre Töndury, Claude Meier und Dolores Dana gehören nach wie vor der Parteileitung an.

Gugger und Thalhammer gehen

Das Leitungsgremium verlassen wird einerseits wie angekündigt der 66-jährige Peter Gugger, der nach einer Herzoperation kürzlich auch aus der kantonalen Parteileitung ausgetreten ist. Gugger hatte im März für Aufsehen gesorgt, als er einen «eiskalten Richtungsstreit» in der FDP beklagte.

Auch die bisherige Wahlkampfleiterin Alexandra Thalhammer ist nicht mehr länger Mitglied der Parteileitung. Wer sich künftig um die Orchestrierung der Wahlkämpfe kümmert, die der FDP wieder neue Sitze bescheren sollen, ist gemäss Müller noch offen. (Der Bund)

Erstellt: 19.04.2013, 14:49 Uhr

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