Paternoster-Lift darf weiter seine Runden drehen

Aus dem Vaucher-Haus in der Berner Marktgasse wird ein Modegeschäft. Der stadtbekannte Lift bleibt in Betrieb.

Der Paternoster-Lift bleibt auch unter neuer Leitung in Betrieb.

Der Paternoster-Lift bleibt auch unter neuer Leitung in Betrieb. Bild: Franziska Scheidegger

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Seit der Sportartikelhändler Vaucher am 31. Juli die Türen geschlossen hat, steht das Geschäftshaus in der oberen Altstadt leer. Nach mehrmonatiger Suche hat die Besitzerin der Immobilie einen neuen Mieter gefunden: «Es handelt sich um ein Modeunternehmen», teilt Daniel Schürmann von der Zürcher Anlage­stiftung Pensimo mit. Den Namen des Mieters will er noch nicht nennen.

Fest steht aber: Der Paternoster-Lift wird auch im neuen Geschäft den Kundinnen und Kunden zugänglich sein. ­Betriebsnotwendig ist der originelle Lift nicht: Neben dem Paternoster befinden sich im Haus zwei weitere Personenlifte, welche die acht Etagen verbinden. Die Besitzerin Pensimo hatte das Weiterbestehen des Paternosters von den Bedürfnissen des Nachmieters abhängig gemacht. Im Haus an der Marktgasse  27 stehen ihm 900 Quadratmeter Ladenfläche und weitere 500 Quadratmeter Laden- und Bürofläche zur Verfügung.

Der Paternoster («Vaterunser») hat seinen Namen vom Rosenkranz der ­Katholiken: Die offenen Kabinen fahren wie die Perlen an der Gebetskette auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder herunter. Das Traditionsgeschäft Vaucher hatte den Lift 1974 in ­Betrieb genommen. Weil Umsatz und Gewinn in den letzten Jahren dahinschmolzen, entschloss sich das Unternehmen, die Filiale in Bern, im Shoppyland Schönbühl und in Biel zu schliessen und sich auf den Hauptsitz in Niederwangen zu beschränken. Insgesamt musste das Unternehmen 40  Stellen streichen. (Der Bund)

Erstellt: 31.10.2014, 13:51 Uhr

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