Natur pur am Fusse des Bantiger

Eine urwaldfreundliche Gemeinde in Ihrer Region.

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Tue Gutes und sprich darüber. Zum Beispiel in der E-Mail-Signatur. Die Gemeinde Stettlen hat sich dieses Credo gewieften Unternehmertums auf die Fahne geschrieben und hält mit ihrem Engagement für Umwelt und Natur nicht mehr hinter dem Berg. Brüsten sich andere Gemeinden damit, besonders steuerfreundlich, klimafreundlich oder kinderfreundlich zu sein, geht man in Stettlen gewissermassen zurück zu den Wurzeln. Mit einem grünen Schriftzug bekennt Stettlen Farbe und konstatiert ganz unverhohlen: urwaldfreundliche Gemeinde. Ja, Sie lesen richtig. Umweltfreundlich war gestern.

Das Stettler Gemeindehaus ein Dschungelcamp? Wird im Worblental der vom Aussterben bedrohte Papiertiger unter Artenschutz gestellt? Schiesst das Öko-Vernetzungskonzept des Gemeinderates über das Ziel hinaus, oder ist das Qualitätssiegel gar eine Weiterentwicklung der grünen Knospe, und legt Stettlen seit neustem offen Wert auf das Gedeihen eines kontrolliert biologischen Verwaltungswildwuchses? Gemeindeschreiberin Verena Zwahlen gibt Entwarnung. Wer in Stettlen ein und aus geht, muss sich nicht fürchten. Es herrscht zwar das Jahr der Biodiversität, aber in Stettlen ist alles unter Kontrolle. Als urwaldfreundliche Gemeinde erklärt sich Stettlen einzig bereit, für das gemeindeeigene Bau- und Beschaffungswesen auf Holz aus Raubbau zu verzichten und stattdessen auf Hölzer und Holzprodukte aus umwelt- und sozialverträglicher Produktion zurückzugreifen.

Übrigens ist Urwaldfreundlichkeit eine schlichte Selbstdeklaration. Neben Stettlen setzen sich noch 125 andere bernische Gemeinden freiwillig für den nachhaltigen Umgang mit Holzprodukten ein – sprechen aber nicht darüber. (Der Bund)

Erstellt: 28.10.2010, 11:50 Uhr

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