Mehr verkaufte Tickets als erwartet an der Eiskunstlauf-EM

Die Berner Organisatoren sind glücklich: Marcel Etienne, der Geschäftsführer des Organisationskomitees, zieht eine positive Bilanz der Eiskunstlauf-EM.

Sorgte für eine «herzlich-warme Stimmung» in der eisigen Arena: Europameisterin Sarah Meier beim Schaulaufen. (Keystone)

Sorgte für eine «herzlich-warme Stimmung» in der eisigen Arena: Europameisterin Sarah Meier beim Schaulaufen. (Keystone)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Herr Etienne, gestern ging in der Berner Postfinance-Arena die Eiskunstlauf-Europameisterschaft zu Ende. Im Vorfeld der EM haben Sie gesagt, Sie freuten sich besonders auf den «unglaublichen Spirit» der Mitarbeitenden. Wurde Ihre Vorfreude belohnt?

Das OK hat hervorragend gearbeitet. Auch bei den 440 Volunteers war das Engagement riesig. Viele waren so begeistert, dass sie sich bereits erkundigt haben, wann in Bern der nächste sportliche Grossanlass stattfindet. Sie wollen nächstes Mal wieder dabei sein. Jeder Veranstalter kann sich einen so grossen Rückhalt nur wünschen. Auch die Unterstützung der öffentlichen Hand war fantastisch.

Schwieriger war es offenbar, den Funken auf die Zuschauer überspringen zu lassen. Immerhin blieb der grösste Teil der Zuschauerränge unter der Woche leer.

Wir wussten, dass das Zuschauerinteresse während der Qualifikation ziemlich gering ausfallen wird. Wir haben deshalb auch nicht mehr erwartet als die1000 Zuschauer, die tatsächlich gekommen sind. Aber wir konnten eine Steigerung gegen Ende der Woche verzeichnen, was das Zuschaueraufkommen betrifft: Die Frauenkür mit Sarah Meier etwa wurde bewusst auf Samstagnachmittag angesetzt. Das hat sich voll ausgezahlt.

Sind Sie denn zufrieden mit den Gesamtticketverkäufen?

Wir konnten total 26'000 Eintritte verkaufen. Angepeilt hatten wir rund 25'000 Ticketverkäufe. Damit haben wir unser Ziel voll erreicht.

Angesichts der möglichen Zuschauerkapazität von rund 40'000 wurde die Messlatte aber ziemlich tief angesetzt. Hat man bewusst versucht, die Erwartungen tief zu halten?

Die Zahl von 40'000 ist rein theoretisch. Wir haben im Vorfeld genau ausgerechnet, mit wie vielen Zuschauern wir pro Tag rechnen können. Ausgehend vom Vorverkauf im Herbst, haben wir gesehen, dass eine Zuschauerzahl von 25'000 realistisch ist.

Im Stadion herrschte Eiseskälte, die Veranstaltung wurde als «Wolldecken-EM» bezeichnet. Hat die ungastliche Situation im Stadion der Veranstaltung geschadet?

Wir haben viele Anfragen aus dem Ausland erhalten, wo es die Schweizer Militärwolldecken, die unter den Zuschauern verteilt wurden, zu kaufen gebe. Am Wochenende waren die Temperaturen im Stadion kein Thema mehr. Die Besucher wussten sich zu helfen mit warmer Kleidung und Sitzkissen. Und spätestens bei der Gold-Kür von Sarah Meier herrschte im Stadion eine herzlich-warme Stimmung. (Der Bund)

Erstellt: 31.01.2011, 07:00 Uhr

Artikel zum Thema

«Es ist noch immer so unwirklich»

Interview Das Glück, das laute Publikum und die richtige Einstellung haben die Zürcher Eiskunstläuferin Sarah Meier zu EM-Gold in Bern verholfen. Mehr...

Werbung

Immobilien

Kommentare

Blogs

Zum Runden Leder Ein Banker im Wankdorf

Michèle & Friends Werden Kater mit dem Alter schlimmer?

Werbung

Kulturell interessiert?

Bizarre Musikgenres, Blick in Bücherkisten und das ganze Theater. Alles damit Sie am Puls der Zeit bleiben.

Die Welt in Bildern

Grossflächig: Der für seine in die Landschaft integrierten Kunstwerke bekannte französische Künstler Saype zeigt im Park La Perle du Lac sein Werk «Message from Future». (16. September 2018)
(Bild: Valentin Flauraud) Mehr...