Jimy Hofer kann sich das «teure Hobby» Politik nicht mehr leisten

Jimy Hofer verabschiedet sich aus dem Stadtrat. Im Interview äussert sich der Rocker zu den Gründen für seinen überraschenden Rücktritt.

«Es war eine gute Zeit»: Jimy Hofer tritt aus dem Stadtrat zurück.

«Es war eine gute Zeit»: Jimy Hofer tritt aus dem Stadtrat zurück.

(Bild: Adrian Moser)

Jimy Hofer, Sie treten überraschend aus dem Berner Stadtrat zurück, aus beruflichen und familiären Gründen. Was heisst das genau?
Es ging zeitlich nicht mehr. Ich muss schauen, dass wieder etwas Geld reinkommt. Ich muss meine Familie ernähren. Da kann ich mir ein so teures Hobby wie die Politik zurzeit nicht leisten.

Die Legislatur dauert nicht mehr lange. Wollten Sie diese nicht noch beenden?
Nein, ich musste jetzt so schnell handeln. Es kamen ein paar wichtige Aufträge rein, die ich für mein Unternehmen unbedingt erledigen muss. Darum dieser relativ rasche Abgang.

Der Rat tagt neu nur noch alle zwei Wochen. Auch dafür reicht Ihre Zeit nicht?
Nein. Der Ratsbetrieb nimmt viel Zeit ein, sicher einen Tag pro Woche – mit Kommissionssitzung, Ratssitzung, Infoabenden und so weiter. Man kann schon einfach ins Rathaus sitzen am Donnerstagabend. Aber das will ich nicht.

Was ziehen Sie für eine persönliche Bilanz nach drei Jahren im Stadtrat?
Es war eine gute Zeit. Man kann etwas erreichen, wenn man sich einbringt.

Was haben Sie konkret erreicht, das Sie überdauern wird?
Ach, das ist mir eigentlich egal. Ich habe Sachpolitik gemacht, keine Effekthascherei.

Kommt es dereinst zur Rückkehr des Jimy Hofer in die Politik?
Ausschliessen kann man es nie. Aber vorerst muss ich mich auf den Job konzentrieren.

DerBund.ch/Newsnet

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