Gurtenfestival: Ticketpreise steigen um 20 Prozent an

Das Gurtenfestival erhöht für das kommende Jahr die Ticketpreise für Mehrtagespässe um knapp 20 Prozent. Dafür sollen weniger Freikarten im Umlauf sein, um mehr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.

Teure Abkühlung vor der Hauptbühne: Mehrtagespässe am Gurtenfestival kosten neu 20 Prozent mehr.

Teure Abkühlung vor der Hauptbühne: Mehrtagespässe am Gurtenfestival kosten neu 20 Prozent mehr.

(Bild: Tobias Anliker)

«Die Schmerzensgrenze ist langsam erreicht»: Die Kommentare auf Facebook auf die heuer deutlich teureren Preise für das Gurtenfestival sind wenig begeistert. Für das Gurtenfestival 2015 müssen die Besucherinnen und Besucher 20 Prozent mehr für Mehrtagespässe bezahlen. Die 4-Tagespässe kosten neu 250 Franken statt 210 Franken und die 3-Tagespässe 205 Franken statt 170 Franken. «Es sieht leider immer wie mehr danach aus, dass es euch primär darum geht möglichst viele Menschen auf den Hügel zu holen», schreibt ein Kommentator auf der Facebook-Seite des Festivals.

«Ja, die Preise mussten merklich angepasst werden», sagt Festival-Chef Philippe Cornu gegenüber DerBund.ch/Newsnet. Laut Cornu gibt es mehrere Gründe für die Teuerung: Sowohl Produktionskosten als auch Bandgagen steigen jährlich an. Dieser Entwicklung müsse man Rechnung tragen. Auch seien die Mehrtagespässe im Verhältnis zu den Eintagespässen bis anhin eher günstig kalkuliert gewesen.

Cornu spricht aber auch die Sponsoring-Situation an: «Wir haben mit Postfinance und Swisscom zwei Hauptsponsoren verloren. Aber wir stehen mit neuen Geldgebern in Gespräch.» Ob die Verhandlung zu positiven Ergebnissen führen werden, kann Cornu nicht sagen.

Weniger Freikarten - Mehr Platz

Weiter wolle man das Kontingent an Freikarten reduzieren. «Wir brauchen 20'000 bezahlte Eintritte pro Tag, damit das Festival rentabel ist», sagt Cornu. Die Freikarten haben immerhin einen Anteil von über 10 Prozent ausgemacht. Diese restriktive Vorgehensweise soll dafür sorgen, dass auf dem Gelände mehr Platz für die Besucher entstehen soll. Das Gelände bringe Vor– und Nachteile mit sich. «Einerseits braucht man keinen Feldstecher, um eine Band sehen zu müssen. Andererseits haben nicht mehr als 20'000 zahlende Zuschauer Platz auf dem Gelände», sagt Cornu. Das Festivalgelände sei gegeben und könne nicht vergrössert werden.

Wer sich ein Ticket zum Frühbucherpreis sichern will, muss am 4. November pünktlich um 10 Uhr bereit sein. Letztes Jahr waren die 3000 «Rock the Hill»-Tickets innerhalb einer Stunde ausverkauft. Der reguläre Vorverkauf startet am 2. Dezember.

DerBund.ch/Newsnet

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