Gelbschwarzes Biermobil für Bern

Neu kann eine YB-Bier-Rikscha nach Hause bestellt werden. Doch bewegen sich die Betreiber bezüglich Alkoholwerbung auf schmalem Grat.

  • loading indicator

Auf drei Rädern rollt die neueste Bier-Idee an: Das Unternehmen Rikscha Taxi hat eine YB-Bier-Rikscha entwickelt, das bei Heimspielen vor dem Stadion auf bierfreudige Fans wartet. Das Gefährt kann auch nach Hause bestellt werden. Das Bier können die Gäste selber zapfen. Neu daran: Die mobile Bierstation trumpft mit eingebautem Zapfhahn, einem 60-Liter-Tank und Gurten-Bier auf.

Damit die Bier-Rikscha auch als solche erkennbar ist, sind neben den YB-Farben auf dem Gefährt Werbung für Gurten-Bier abgebildet. Verstösst das nicht gegen das Werbeverbot von Alkohol in der Öffentlichkeit? «Nein, aber wir bewegen uns auf einem schmalen Grat», räumt Pascal Nydegger, Geschäftsführer des Unternehmens ein. Auf der Rikscha wird Werbung für das Panaché-Bier gemacht, das 0,2 Prozent Alkohol beinhaltet. Das entspricht den kantonalen Bestimmungen. Ausserdem hat das Unternehmen einen Vertrag mit Hersteller Feldschlösschen abgeschlossen. So dürfe die Rikscha wie die grossen LKW der Biermarke ihr Produkt auf dem Transportmittel aufdrucken. Im Kanton Zürich sei das aber nicht möglich, weil dort eine Nulltoleranz bei Alkoholwerbung vorherrscht.

Freude am Bier

Die Bieridee stösst auf positive Resonanz: «Am Montag haben wir über 20'000 Klicks auf die YB-Bier-Rikscha auf unserer Site vermerken können. Ich habe ein gutes Gefühl dabei», sagt Nydegger. Die Zusammenarbeit mit YB ist nicht zufällig entstanden, schliesslich ist Nydegger Anhänger der Fussballmannschaft. «Ich besuche jedes Heimspiel», sagt er. Das Taxiunternehmen und YB sind eine Partnerschaft eingegangen. Um welche Summen es sich dabei handelt, kann Nydegger aus vertraglichen Gründen nicht sagen.

Um bei den YB-Heimspielen Bier ausschenken zu dürfen, arbeite das Unternehmen mit der Bar Eleven zusammen. Diese habe bei den Heimspielen das Recht, vor dem Stadion Bier auszuschenken. «Alterskontrollen werden von uns natürlich durchgeführt», sagt Nydegger.

Gesetz soll geändert werden

Nach heutigen Bestimmungen dürfen Rikschas mit einem PW-Ausweis gelenkt werden. Dies will das Bundesamt für Strassen (Astra) nun ändern. Neu sollen auch 16-Jährige in die Pedale treten dürfen, die eine Rollerprüfung abgelegt haben. Nydegger äussert sich kritisch: «Es wäre besser, wenn die Rikschafahrer weiterhin 18 sein müssten. Jedoch soll ein PW-Ausweis keine Pflicht sein.» Eine interne Schulung wäre eine bessere Lösung. Obschon die Rikschas sich langsam fortbewegen und schmal sind, tragen «die Fahrer eine grosse Verantwortung». Diese könne man einem 16-Jährigen nicht zumuten.

Auch wenn Jugendliche zukünftig die Rikschas fahren dürften, werde das Unternehmen seiner Linie treu bleiben. «Wir heuern für diese Stelle nur Erwachsene an», sagt Nydegger.

DerBund.ch/Newsnet

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt