Friedli einstimmig gewählt, Marti mit «Standing Ovation» verabschiedet

An der ersten Sitzung in der neuen Legislatur wählte das Berner Stadtparlament am Donnerstag den SVP-Vertreter Rudolf Friedli zum neuen Stadtratspräsidenten.

Rudolf Friedli (SVP) ist vom Stadtrat einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt worden.

Rudolf Friedli (SVP) ist vom Stadtrat einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt worden.

(Bild: Manu Friederich)

Erste Vizepräsidentin wird Tania Espinoza (GFL), zweiter Vizepräsident Claude Grosjean (GLP). SVP-Mann Friedli wurde vom Stadtrat einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Er übernimmt das Amt von seiner Vorgängerin, der SP-Frau Ursula Marti, die der Rat mit einer «Standing Ovation» als Präsidentin verabschiedete. Friedli wird im laufenden Jahr die Stadtratssitzungen leiten und das Parlament gegen aussen repräsentieren.

Ebenfalls einstimmig ernannte der Stadtrat die GFL-Grüne Espizona zur ersten Vizepräsidentin und den Grünliberalen Grosjean zum zweitem Vizepräsidenten. Der Stadtrat folgte damit einem Turnus, auf den sich die Parlamentsparteien zuvor geeinigt hatten.

Zu den Finanzen Sorge tragen

Er empfinde das Amt als Ehre und als Verpflichtung, den Rat gut zu führen, sagte der neue Stadtratspräsident Rudolf Friedli in seiner Antrittsrede. Stadt- und Gemeinderat rief er dazu auf, stets das Wohl der Stadtbevölkerung im Auge zu behalten und dazu auch politische Kompromisse anzustreben.

Besonders Sorge tragen solle der Rat zu den Stadtfinanzen, gab Friedli zu bedenken. Er plädierte zudem für eine starke Hauptstadtregion. Wenn Stadt und Region Bern gegenüber anderen Landesregionen konkurrenzfähig seien, profitiere davon auch die Landbevölkerung des Kantons Bern, zeigte sich Friedli überzeugt. Selber will er sich in seinem Präsidialjahr politisch zurückhalten.

Der bald 46-jährige Fürsprecher Friedli vertritt die SVP seit 2001 im Stadtrat. Er hatte dort bereits früher namhafte Funktionen inne. 2004 und 2008 präsidierte er die stadträtliche Budget- und Aufsichtskommission. Friedli gilt als gemässigter Bürgerlicher, der Wert legt auf «anständigen Stil». 2012 kandidierte er vergeblich für die Berner Stadtregierung.

21 neue Köpfe

Mit der Sitzung vom Donnerstag startete das Berner Stadtparlament in die neue Legislatur, die bis 2016 dauert. 21 Stadträtinnen und Stadträte sind neu dabei. Mit der Alternativen Linken (AL) ist zudem eine neue Kraft im Parlament vertreten. Auch zwei Rückkehrer weiss der Stadtrat in seinen Reihen: die SVP-Männer Erich Hess und Peter Bernasconi.

rym/sda

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