Freies Gemüse für alle in den Berner Stadtparks

Der Stadtrat hat ein Postulat für eine «essbare Stadt Bern» überwiesen. Der Gemeinderat muss nun öffentliche Flächen zum Gemüseanbau prüfen.

Grünflächen sollen der Bevölkerung zum Gemüseanbau zur Verfügung gestellt werden.

Grünflächen sollen der Bevölkerung zum Gemüseanbau zur Verfügung gestellt werden.

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Nein, es gehe ihr nicht um eine Neuauflage des Plans Wahlen, sagte Christa Ammann (AL) zu ihrem Postulat «Essbare Stadt Bern». Aber der öffentliche Raum gehöre allen, und in diesem Sinne solle jedermann die Möglichkeit erhalten, in öffentlichen Parks «im Dialog mit den Nachbarn» Gemüse anzupflanzen.

SVP-Sprecher Alexander Feuz zeigte durchaus Sympathien für den Vorstoss. Aber es führe in eine falsche Richtung, wenn Nutzpflanzen auf allen infrage kommenden öffentlichen Grünflächen angepflanzt werden könnten. Gewisse Standorte seien eben nicht geeignet zum Anbau von Gemüse, sagte Feuz. Unterstützung erhielt Ammann von den Fraktionen GFL/EVP sowie BDP/CVP. An die Adresse von Feuz gewandt wies die Postulantin darauf hin, dass es ihr explizit um «geeignete Grünflächen» gehe.

Naschgarten in der Elfenau

«Auf der Kleinen Schanze und in anderen verkehrsreichen Gebieten ist der Anbau weniger sinnvoll», sagte Gemeinderätin Ursula Wyss (SP). Sie wies auf die Pflanzaktion in der Brache beim Burgernziel hin, die erfolgreich angelaufen sei. Im Brünnengut würden zudem Obstbäume von Quartierbewohnern gepflegt und geerntet. In der Elfenau sei neben dem Spielplatz ein Naschgarten mit Beerenstauden geplant. Auch das Lorrainepärkli soll vom Quartier genutzt werden. Das Postulat wurde schliesslich mit 60 zu 8 Stimmen überwiesen. Gegenstimmen gab es von FDP und SVP. (Der Bund)

Erstellt: 08.05.2014, 23:03 Uhr

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