Feiern für den Freiraum

Die Musik spielt nicht nur auf dem Gurten. Auch an der Talstation kann man sich amüsieren.

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Farbige Buchstaben baumeln über dem Haus auf der rechten Seite der Strasse, die zur Gurtenbahn führt, «Gugus Gurten» bilden die Lettern. Vor dem Haus steht eine Bar, rechts daneben ein Grillstand. Im Garten hat es eine Spielecke für Kinder, Tische und Stühle sind grosszügig über den Platz verteilt. Ganz hinten steht ein DJ-Pult.

«Wir wollen keine Alternative oder Gegenveranstaltung zum Gurtenfestival sein», sagt Rahel Bucher vom Kollektiv Freiraum, die den Betrieb mitleitet. Denn es werden ganz eigene Ziele verfolgt. Im Haus, in dem bis letzten Herbst ein Restaurant in der ehemaligen Brauereiwirtschaft beheimatet war, soll unter dem Namen «Heitere Fahne – die Idealistenkiste» Freiraum für kulturelle Zwecke geschaffen werden. Im November soll es voraussichtlich losgehen.

Das Gurtenfestival dient dem Projekt als Schaufenster. Mit dem Nebeneffekt, dass «wir uns erhoffen, durch die Bareinnahmen zwei bis drei Monatsmieten für die Liegenschaft vorstrecken zu können», sagt Felicia Kreiselmaier vom Kollektiv Freiraum.

Keine Konkurrenz

Die Festivalbesucher strömen die Strasse hinauf, nur wenige von ihnen kehren hier ein. «Das macht nichts», sagt Pablo Bobrik, einer der Mitbetreiber. «Wir sprechen sowieso nicht dasselbe Publikum an.» Zwischen dem Treiben auf dem Berg und der Bar in der Talstation liegen denn auch nicht nur etliche Höhenmeter, sondern fast Welten.

Hier unten beim «Gugus Gurten» ist alles handgemacht – von der Dekoration bis zum Eistee. Auf dem Grill landet nur Biofleisch. Anstatt grossen Headliner spielen lokale Acts. An der Bar wird bar bezahlt (Bier: vier Franken), der Eintritt ist gratis. «Der Anlass ist nicht kommerziell orientiert», sagt Bobrik.

Nachbarschaftshilfe

Viel mehr kommen Einheimische hierher: «Wir bieten auch Menschen, die nicht an das Festival gehen, etwas Gurtenfeeling», sagt Bucher. Das Feedback sei gut. «Die Gäste bleiben lange.» Zwar dauert hier das Programm nicht ganz solange wie auf dem Berg, doch bis 0.30 Uhr gibt es hier Bands und DJs zu hören.

Doch gibt das nicht Ärger mit den Nachbarn? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. «Einige aus der Nachbarschaft helfen sogar mit», sagt Bucher. Die Leute seien froh, dass diesem «ruhigen Quartier» wieder etwas Leben eingehaucht wird. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.07.2013, 18:42 Uhr

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