Eine Ladung Mist gegen die Asylpolitik

Im Rahmen einer Protestaktion gegen die Asylunterkunft Hochfeld luden Aktivisten Mist vor dem Erlacherhof aus.

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Die Theater-Guerilla-Bewegung OJO und das Bleiberecht-Kollektiv Bern haben am Donnerstagvormittag eine Ladung Mist vor dem Erlacherhof deponiert. Geschaufelt wurde zu lauter Musik, um die Störaktion möglichst aufsehenerregend zu gestalten. Die Veranstaltung lief unter dem Motto «diese Lagerpolitik stinkt» und hatte zum Ziel, dass die Asylunterkunft im Hochfeld geschlossen wird.

Die Polizei stoppte das Unterfangen jedoch und der Mist musste wieder abtransportiert werden. Dass die Gruppe auf etwas aufmerksam macht, sei an sich legitim, sagt Jürg Wichtermann, Stadtschreiber der Stadtkanzlei. Dass nun Verunreinigungen stattgefunden hätten, hingegen nicht: «Wir schauen jetzt, was wir machen werden.»

Bereits Anfang Monat hatten sich die Aktivisten den Erlacherhof als Bühne ausgesucht. Damals wurde der Eingang mit Verweis auf die Lebensumstände der Asylsuchenden im beanstandeten Bunker «zugemauert». Gemäss Julia Bernhart vom Bleiberecht-Kollektiv sind bereits weitere Aktionen geplant. (Der Bund)

Erstellt: 11.07.2013, 16:04 Uhr

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