Die Bundesrätin an ihrer Seite

Der Berner Gemeindepräsident Alexander Tschäppät lockt in einer vergnüglichen Rede Vania Kohli, die neue Präsidentin des Stadtrats, in die SP. – Eine kleine Glosse.

Vorgänger und Nachfolgerin: Urs Frieden und Vania Kohli beim Neujahrsempfang im Bundeshaus. (Keystone)

Vorgänger und Nachfolgerin: Urs Frieden und Vania Kohli beim Neujahrsempfang im Bundeshaus. (Keystone)

Markus Dütschler

Wenn die neue Stadtratspräsidentin gefeiert wird, sitzen alle am Tisch, auch die, die in der geheimen Abstimmung nicht die BDP-Kandidatin Vania Kohli gewählt haben. Was immer man sich im Rat zuvor vorgeworfen hat: Nun ist es Geschichte. So war das auch am Donnerstagabend, als Vania Kohli ihre Ratskollegen, ihre Vorgänger auf dem Präsidentenstuhl, amtierende und ehemalige Magistraten zur Feier in den Burgerratssaal des Casinos lud.

Die Reden blieben kurz, denn zu kurz ist die Geschichte der BDP, als dass es langfädige Heldensagen zu rezitieren gäbe. Alexander Tschäppät würdigte als Stadtpräsident die kometenhafte Aufsteigerin Kohli in leicht maliziösen Lobesworten. Auf ihre FDP-Vergangenheit anspielend, sagte er, falls sie auch noch in der Bundespolitik Karriere machen wolle, drängte sich ein Beitritt zur SP auf. Er schenke ihr ein Anmeldeformular und würde sogar den ersten Jahresbeitrag übernehmen.

Nicht die Partei wechseln dürfte der Star der BDP, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, die neben Kohli zu Tisch sass. Ob die Bündnerin nach ihrer Wiederwahl im Dezember 2011 ihre BDP-Parteifreundin Kohli zur Siegesfeier ebenfalls ins Casino einladen wird, ist eine offene Frage.

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt