Das Runde muss aufs Eckige

Ping-Pong-App

Vier Berner haben es sich zum Ziel gemacht, die Pingpong-Kultur in Bern zu fördern. Nun haben sie eine App kreiert, die der Pingpong-Gemeinde hilft, sich zu organisieren.

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Pingpong ist eine Sportart, die jedermann kennt und auch schon betrieben hat. Die kleinen Tische gehören an öffentlichen Plätzen wie Freibädern, Parks und Schul- und Sportplätzen zur Standardausstattung. In Bern finden sich über 150 solche Tische. Doch wo sind diese zu finden? Und in welchem Zustand befinden sie sich? Für Dani Rolli und Stefan Spieler Grund genug, eine App zu entwickeln, die Pingpongspielern hilft, sich einen Überblick zu verschaffen. «Wir haben mit unseren Kollegen Christoph Ebert und Fabien Wespe alle Tische in der Stadt fotografiert und eine textliche Bewertung verfasst.»

Seit einer Woche ist die App verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden. Die Macher verstehen dies als «Geschenk an die Stadt». Immerhin wurde im Vorfeld viel Aufwand und vor allem Geld in das Projekt investiert. «Um die App zu realisieren, haben wir Sponsoren und Gönner gesucht. Vor allem von Berner Unternehmen haben wir direkte Unterstützung erhalten», sagt Stefan Spieler. Das freue das Team besonders, «schliesslich sind wir alle Stadtkinder».

Mittel zur Verabredung

In den Bewertungen der Tische erfährt der Besucher, ob sich die Tische in einem guten Zustand befinden. «Nicht nur der Tisch ist für eine gute Bewertung wichtig. Auch die Atmosphäre und die Umgebung haben einen Einfluss darauf», sagt Spieler. Der Tisch beim Schulareal Tscharnergut erhält eine gute Bewertung. Sowohl das Ambiente als auch der Tisch überzeugen: «Wer bei diesem Tisch verliert, muss mehr trainieren.» Zusätzlich zu den Infos zu den Plätzen kann sich der Benutzer mit anderen Spielern verabreden. Dies fördere das gesellige Zusammensein. «Die App dient auch als Mittel zur Verabredung», sagt Rolli.

Mit dem Projekt haben die vier noch nicht abgeschlossen, so seien noch genügend Ideen vorhanden, um die App zu erweitern. «Eine Kommentarfunktion können wir uns gut vorstellen, denn Kritik – egal ob positiv oder negativ – macht sie nur besser», sagt Spieler. Weiter wolle man ein Regelbuch integrieren.

Bisher profitiert nur Bern davon. Wie sieht es mit anderen Städten aus? «Wir haben leider die Kapazitäten nicht, den Service auf andere Städte auszuweiten», sagt Rolli. Wer die Idee übernehmen wolle, dürfe sich aber gerne melden. Vorerst sind die Macher einfach froh, dass das Projekt realisiert wurde. Spieler fügt an: «Wir hoffen, dass die Leute sich damit häufiger draussen aufhalten.» Das würde zumindest dem Credo des städtischen Sportamts entsprechen: «Bern bewegt!»

DerBund.ch/Newsnet

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