Bügelnde Männer sammeln über 35'000 Franken

An der Wohltätigkeitsveranstaltung «Iron Men» im alten Tramdepot haben Männer für das Frauenhaus Bern mehr als 35'000 Franken gesammelt.

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«Wir wollen mit einer lustigen Aktion ein ernstes Thema angehen», sagt Organisator Thomas Baumann zum Anlass am Dienstagabend. Dazu hat er 20 prominente Berner aus den Bereichen Politik, Sport, Gastronomie und Musik eingeladen, die für einen guten Zweck Hemden bügeln. Der Erlös geht an das Frauenhaus Bern.

Wie bei einem Sponsorenlauf haben die Bügelmänner im Vorfeld Gönner mobilisiert, die ihnen pro gebügeltes Hemd einen bestimmten Betrag zahlen. Knapp zwei Stunden standen die Bügelmänner hinter dem Bügelbrett. Die Mühe hat sich gelohnt: Durch die Aktion sind über 35'000 Franken zusammengekommen, die nach dem Anlass an die Leitung des Frauenhauses überreicht wurde.

Christine Meier, Leiterin des Frauenhauses, zeigt sich hocherfreut: «Wer hätte gedacht, dass die Bügelmänner so viel Geld zusammenbringen? Eine tolle Geschichte.» Zum Dank erhalten die Bügelmänner ein Kochbuch vom Frauenhaus. Thomas Baumann streicht heraus, dass die im Vorfeld gesetzten Ziele weit übertroffen worden seien. Man habe sogar die letztjährige Veranstaltung aus Basel geschlagen. «Das macht mich besonders stolz», sagt Baumann.

Am meisten Geld für das Frauenhaus sammelte Tobias Burkhalter, Geschäftsführer des Casino Bern. Er hat mit seinen Bügelkünsten 3900 Franken generieren können. Auf dem zweiten Rang folgt Fernand Raval, Leiter Immobilien Stadt Bern, mit 3300 Franken. Ulrich Zwygart, Professor an der Uni St. Gallen, hat mit 21 Hemden am meisten gebügelt.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät ist nicht auf den vorderen Rängen zu finden. Doch er freue sich, an der Aktion teilgenommen zu haben, weil sie für eine gute Sache sei. «Ausserdem kann ich nun meinen Grossenkeln erzählen, dass ich mal an einem Iron Man teilgenommen habe.»

Auf die Frage, ob der Iron Men nun jedes Jahr in Bern stattfinde, sagt Organisator Baumann: «Ein guter Gedanke, aber es wäre spannender, wenn dieser Anlass jedes Jahr in einer anderen Stadt stattfände. Demnach wäre nächstes Jahr Zürich an der Reihe. »

DerBund.ch/Newsnet

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