Bern plant Naturschutzgebiet auf Rehhag-Areal in Bümpliz

Wo einst Ziegel produziert wurden, soll ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet entstehen: Der Berner Gemeinderat hat am Donnerstag seine Pläne für das Rehhag-Areal im Osten von Bümpliz präsentiert.

Eine ehemalige Kiesgrube, ein zukünftiges Naturschutzgebiet?

Eine ehemalige Kiesgrube, ein zukünftiges Naturschutzgebiet? Bild: Michael Schneeberger (Archiv)

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Er hat eine Überbauungsordnung und den Zonenplan Rehhag in die öffentliche Mitwirkung geschickt. Das letzte Wort hat die Stadtberner Stimmbevölkerung, die voraussichtlich im März 2015 über den Zonenplan befinden wird. Die Überbauungsordnung muss vom Stadtrat genehmigt werden.

Die Ziegelei wurde Ende 2002 stillgelegt. Seither hat sich das Rehhag-Areal laut Gemeinderat zu einem der wichtigsten Amphibienlaichgebiete im Kanton Bern entwickelt. Das soll so bleiben: Die Planung sieht ein grossflächiges Naturschutzareal vor.

Der Gemeinderat möchte aber auch ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung schaffen und zu diesem Zweck einen Spazierweg mitsamt Feuerstelle anlegen. Weiter soll das ehemalige Betriebsareal mit den heute noch bestehenden Gebäuden zu einem kleinen Industrie- und Gewerbegebiet entwickelt werden.

Die Tongrube, aus der die Ziegelei ihr Material gewann, stellt in den Augen des Gemeinderats «eine Wunde in der Landschaft» dar. Sie muss von Gesetzes wegen aufgefüllt werden. Dies soll zu einem grossen Teil mit unverschmutztem Aushub geschehen.

Die restliche Auffüllung soll mit Bauschutt erfolgen, der aus mineralischen Stoffen wie Beton, Ziegel und Glas besteht. Die Möglichkeit zur Ablagerung solcher Stoffe seien in der Region Bern sehr begrenzt, schreibt der Gemeinderat. Die Grube auf dem Rehhag-Areal sei ein geeigneter Standort. (hjo/sda)

Erstellt: 06.03.2014, 10:51 Uhr

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