Baupiste kaputt: Hohe Aare trägt Kieswall ab

Die aussergewöhnlich hohe Aare hat beim Schwellenmätteli Aushubarbeiten zunichtegemacht.

35'000 Kubikmeter Kies baggert das städtische Tiefbauamt beim Schwellenmätteli aus.

35'000 Kubikmeter Kies baggert das städtische Tiefbauamt beim Schwellenmätteli aus. Bild: Stefan Anderegg (Archiv)

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Durch die Niederschläge über Weihnachten hat die Aare für die Jahreszeit ungewöhnlich viel Wasser geführt – dies beschert der Stadt Bern nun zusätzliche Arbeit. Beim Schwellenmätteli war das Tiefbauamt vor den Festtagen nämlich daran, die Kiesentnahme vorzubereiten. Schwere Bagger hatten eine Baupiste angelegt, über die das Geschiebe ausgehoben und abtransportiert werden soll.

Zum Schutz des Fischbestands darf bei den Bauarbeiten keine Wassertrübung eintreten. Die Baggerungsbereiche sind deshalb vor Beginn der Kiesentnahme mit circa 50 Meter langen und 4 Meter hohen Kiesdämmen umschlossen worden. Während die Arbeiten über die Feiertage stillstanden, hat die Aare einen beträchtlichen Teil des Walls wieder abgetragen.

Der Berner Stadtingenieur Hans-Peter Wyss bestätigt: «Die Baupiste und der Schutzdamm sind leicht beschädigt worden.»In zwei Tagen seien aber die Schäden wieder behoben. Mehrkosten entstünden dadurch nicht. «Gewisse Risiken muss man auch im Winter in Kauf nehmen – daher sind solche Ereignisse schon einkalkuliert.» Ab nächster Woche sollen nun die eigentlichen Aushubarbeiten beginnen.

Letzte Kiesentnahme vor fünf Jahren

35'000 Kubikmeter Kies baggert das städtische Tiefbauamt beim Schwellenmätteli aus – dies entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 33 Meter. 690'000 Franken kostet der Aushub – der Ertrag, welcher der Verkauf des Geschiebes einbringt, ist dabei schon einkalkuliert.

Die Aare transportiert Jahr für Jahr erhebliche Mengen Sand und Geschiebe, das grösstenteils beim Schwellenmätteli liegen bleibt. Kantonale Vorschriften regeln, unter welchen Umständen die Stadt jeweils Kies ausbaggern kann – um für mögliche Hochwasser genügend Speicherkapazität zu schaffen. Heuer lag das Speichervolumen für Kies wieder beim festgelegten Grenzwert. Die letzte Kiesentnahme in der Matte fand vor fünf Jahren statt. (Der Bund)

Erstellt: 03.01.2013, 07:41 Uhr

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