Aufgetischt: Wo das Essen gesund macht

Die zweite Berner Filiale des vegetarischen Restaurants Tibits hat vor einem Monat eröffnet – und ist bereits so gut besucht wie jene am Bahnhofplatz.

«Zu viel des Guten»? Die neue Tibits-Filiale.

«Zu viel des Guten»? Die neue Tibits-Filiale.

(Bild: zvg)

Wir ergattern eines der letzten freien Holztischchen, als wir kurz nach 12 Uhr im Tibits an der Gurtengasse eintreffen. Die zweite Berner Filiale des vegetarischen Restaurants hat vor einem Monat eröffnet. Sie ist bereits so gut besucht wie jene am Bahnhofplatz.

Der männlichen Begleitung sind die Blumenmuster an den Tapeten und die lila Lampenschirme und Polstersessel etwas «zu viel des Guten». Wir begeben uns zum Buffet, an dem sich die Hungrigen schon eifrig bedienen und die Kellner ebenso eifrig die Saucenflecken von den Schildchen wegwischen. Auf diesen ist auch «alles bestens deklariert», wie der Begleiter findet: etwa ob Soja oder glutenhaltige Rohstoffe darin enthalten sind oder ob das Gericht kinderfreundlich ist.

Das verkabelte Servicepersonal räumt ab

Die Speisen sind frisch, fantasievoll und geschmackvoll präsentiert. In allen Filialen ist das Angebot gleich: Es gibt in Honig marinierte Kichererbsen mit Peperoni, Lauch und Koriander, Federkohl-Boden-Kohlrabi-Salat, Hummus, Champignons-Antipasti sowie einige warme Gerichte wie thailändische Nudeln oder Kartoffelstock mit Soja-Gehacktem – zu wenig für die kalte Winterzeit, findet eine Kundin. Dennoch sind unsere Teller innert Kürze gefüllt.

Wie viel das Ganze kostet, erfahren wir erst beim Bezahlen: rund 20 Franken pro Person. So lecker wie die Speisen aussehen, so schmecken sie auch. Das Randen-Nugget ist knusprig, der Hummus gut gewürzt, der Apfel-Ingwer-Salat mit Feigen ein süsssaures Gedicht. Erfrischend schmecken dazu die Ingwer-Zitronen-Limonade und der Süssmost. Statt eines Desserts – etwa Lebkuchen-Makrone, Amaretti oder Mango-Cake – bestellen wir einen Espresso (4.10 Franken) und erfahren von unserer Tischnachbarin, dass sie als Veganerin nur selten so ungestört essen könne wie hier, zumal wirklich niemand in Sichtweite Fisch oder Fleisch isst.

Und schon räumt das verkabelte Servicepersonal unsere Teller ab. Beim Eingang warten schon die nächsten Gäste darauf, sich vor den Festtagen etwas Gesundes anzutun.

Der Bund

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